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Anerkennungsbescheid - „Bürgerstiftung Mudau“

Mudau. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die aus den Mudauer Heimattagen entstandene „Bürgerstiftung Mudau“ ihren Anerkennungsbescheid vom Regierungspräsidium erhalten hat, aber mit der ersten gemeinsamen Sitzung von Vorstand, Kuratorium und Beirat legt sie nun mit Volldampf los.

1. Vorsitzender Roland Grimm ließ im Mudauer Gasthof „Rose“ Stiftungszweck und Entwicklung der Stiftung noch einmal Revue passieren. Er erinnerte dabei an die unvergesslichen Heimattage, die mit dem Verein „Mudau 2002“ unter Vorsitz von Klaus Schork aus dem Nichts entstanden waren und mit Bravour und großem Erfolg die Gemeinde Mudau für Wochen in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gebracht haben. Zu verdanken sei dies in erster Linie dem Zusammenhalt in der gesamten aktiven Gemeinde, dem Einsatz praktisch aller Vereine und vieler nicht vereinsaktiver Mudauer sowie dem Willen zum Erbringen einer Gemeinschaftsleistung auf hohem Niveau. Dadurch habe sich der Gemeinschaftsgeist in der Gemeinde neu entwickelt und der außergewöhnliche finanzielle Erfolg des Mammutprojekt sei ein besonderes Bonbon. Die Idee, den beträchtlichen Gewinn in einer Stiftung anzulegen, kam von Harald Knapp. Und nach einiger Überzeugungsarbeit, dass dies die beste Möglichkeit sei, die Mittel auf Dauer und sinnvoll für gemeinnützige Projekte in der Gemeinde zu nutzen, ging der Beschluß ohne Gegenstimme in der letzten Sitzung des Vereins „Mudau 2002“ durch. Daraufhin erarbeiteten Klaus Schork und Herbert Knapp eine Satzung und leiteten das Genehmigungsverfahren ein. Seit 2. März 204 ist die „Bürgerstiftung Mudau“ als gemeinnützig anerkannt, also steuerbefreit und mit der Berechtigung zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen. Das Stiftungsvermögen in höhe von 47.000 Euro wurde in vier Tranchen (je zwei bei Volksbank und Sparkasse) angelegt, wobei die Geldsicherheit im Vordergrund stand. Es war eigentlich auch keine Frage, wem die erste Ausschüttung am 1. Juli 2005 in Höhe von ca. 1.360 Euro zugute kommen soll. Denn bereits beim Beschluss zur Stiftung hatte man diese der Initiative „Mudauer Kinderspielplatz“ versprochen. Dieses Versprechen wurde nun eingehalten. Doch wie sollte es dann weitergehen. Zwar hatte Ortsvorsteher Kurt Müller schon eine gut gefüllte Liste mit Verwendungsmöglichkeiten, doch war man sich ziemlich einig darüber, dass es kein Dauervertrag zur Erhaltung des Spielplatzes werden soll. Dr. Rippberger, Vorsitzender des Kuratoriums, machte den Vorschlag, eine bessere Vernetzung zwischen Bürgerstiftung und Gemeinde sowie Vereinen zu schaffen, denn seiner Meinung nach war auch Ziel der Stiftung, der Allgemeinheit Nutzen zu bringen. Dies ginge am besten in Teamarbeit mit allen in bestimmten Grundkonzepten. Gerne nahmen die Anwesenden seine Anregung auf, sich dem Kroneareal als erstes Projekt zu nutzen. Hier könnte zum einen das von Lieselotte Schell angeregte und vom Heimat- und Verkehrsverein schon lange geplante Heimatmuseum oder Heimatstuben einen Platz finden. Zudem könnten aber auch andere Vereine die Räumlichkeiten für kulturelle Zwecke und Anlässe nutzen. Man wolle Einzelpersonen und Vereine aufrufen, ihre Ideen dafür z. B. an die Gemeinde weiter zu leiten und die „Bürgerstiftung Mudau“ könnte federführend bei der Erarbeitung des Konzepts dabei sein. Nach einer Verlinkung der neu entstehenden Homepage mit www.mudau.de hätte alle Bürger die Möglichkeit, sich problemlos in die Konzeptentwicklung einzubringen, für die man dann eventuell auch zielgerichtet zusätzlich Sponsoren begeistern könnte. Angenehmer Nebeneffekt wäre ein weiteres Zusammenwachsen der Mudauer Bürger.