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Einweihung des Proberaums des Mudauer Musikvereins

Mudau. „Dieser Anbau an die Odenwaldhalle zur Erweiterung ihres Proberaums war für uns in vieler Hinsicht eine einmalige Erfahrung“, so Architekt Helmut Ecker im Rahmen der offiziellen Übergabe an die 1. Vorsitzende des Mudauer Musikvereins „Harmonie 1872“, Anja Henn, sowie die Musiker und Musikerinnen.

Zum einen gäbe es wohl kaum einen Musikverein, der innerhalb von nur 17 Jahren seinen Proberaum in dieser Dimension vergrößern müsse, zum anderen habe der unglaubliche Einsatz der Vereinsmitglieder beim Bau echtes „Wir-Gefühl“ demonstriert. Besonderes Lob hatten die Architekten Helmut und Dea Ecker für die ebenso einfallsreichen wie effektiven und optisch gelungenen Akustikmaßnahmen der Verantwortlichen. Sein Dank richtete sich an Gemeindeverwaltung und Verein für die jederzeit reibungslose Zusammenarbeit. 1. Vorsitzende Anja Henn betonte in ihren Ausführungen, dass sowohl sie selbst als auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, mit dem Proberaumanbau eine Maßnahme zu Ende gebracht hätten, die dankenswerterweise von den beiden Vorgängern im Amt, Reinhard Münch und Wilhelm Schwender ins Rollen gebracht worden sei. Sie ließ die Zeit von der Idee im Dezember 2002 bis zur Fertigstellung kurz Revue passieren. Zum Glück konnte man auf günstige Fördermöglichkeiten zurück greifen, was aber auch schnelles Handeln und Entscheiden erforderte. Aufgrund des strapazierten Gemeindehaushaltes musste man zwar auf finanzielle Hilfe verzichten, dafür habe die Gemeinde sich bei der Befürwortung eingesetzt, die Koordination und formelle Leistung der Bauabwicklung übernommen und oft unbürokratisch schnell mit dem Bauhof oder dem Hausmeister ausgeholfen. Diesbezüglich galt Christoph Müller von der Gemeindeverwaltung besonderer Dank. Dank Galt auch den Architekten Ecker für die umsichtige und gute Beratung und Betreuung. Dennoch war die Finanzierung von rd. 42.000 Euro Eigenanteil nicht einfach. Dank großzügiger Privatspenden – z. B. durch Ehrenbürger Joachim Schulz – sowie angerechneter Eigenleistungen in Höhe von 17.000 Euro konnte über die Hälfte des Betrags bewältigt werden. Doch mit dem Rest musste der Verein an den Rand seiner finanziellen Möglichkeiten gehen, was bedeutet, dass auch auf dringend benötigte Musikinstrumente in nächster Zukunft verzichtet werden müsse. Wie Anja Henn weiter ausführte, seien rd. 1.350 freiwillige ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden, leider hätte einige Musiker sich außerordentlich stark mit ihrem Bau-Engagement zurück gehalten. was Anja Henn als „unfair gegenüber den Vereinskollegen“ beurteilte.Dafür hätte andere sich nicht gescheut, wann immer möglich vor Ort zu sein und dazu noch ganz selbstverständlich das eigene Werkzeug bereit zustellen. Ein Musiker jedoch habe sich ab der ersten Stunde der Planung nach Feierabend, Samstags und in vielen Urlaubstagen bei diesem Bau geradezu unentbehrlich gemacht und sogar Sohn Marco als Nichtmusiker mit eingespannt. Er sollte bei der zunächst im Frühjahr geplanten Einweihungsfeier als „Schaffer des Jahres“ gewürdigt werden. Doch Albert Kern konnte diese Ehrung nicht mehr entgegen nehmen. „Unerwartet und schockierend hat uns sein Tod getroffen und uns daran erinnert, wie sich plötzlich alles ändern kann. Doch für uns wird Albert immer ‚Schaffer des Jahres’ bleiben.“ Nach der Segnung der Räumlichkeiten durch Pfarrer Andreas Rapp und Pfarrer Dr. Jörg Augenstein, die betonten, dass auch zahlreiche kirchliche Feste ohne die Mitwirkung des Musikvereins undenkbar seien und dass Musik aus dem Herzen komme, übergab Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger die Räumlichkeiten offiziell ihren Nutznießern. Dabei betonte das Gemeindeoberhaupt, wie wichtig und wertvoll der Musikverein für die Gemeinde sei. „Das sehen wir fast jeden Tag“. Besonders auffällig sei der hohe musikalische Standard des Musikvereins „Harmonie 1872“ für ihn bei den zahlreichen Veranstaltungen der Neckar-Odenwald-Tage geworden, als sich zahlreiche Besucher vollkommen begeistert über die musikalischen Darbietungen geäußert hatten. „Ich danke ihnen, dass sie so mit Herzblut bei der Sache sind und freue mich, diese Räumlichkeiten an sie übergeben zu dürfen“. Seinen hohen musikalischen Standard stellte der Musikverein unter Leitung von Dirigent Ralph Müller überzeugend während der Einweihungsfeierlichkeiten unter Beweis. Und Ortsvorsteher Kurt Müller konnte sich nach diesem akustischen Genus nur noch einmal den lobenden Worten seiner Vorredner über das gelungene Projekt und den beispielhaften Einsatz der Vereinsmitglieder anschließen bevor Anja Henn zum gemütlichen Teil überleitete und auf den „Tag der offenen Tür“ am Nachmittag aufmerksam machte. (L.M.)