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Fußwallfahrt der Seelsorgeeinheit Mudau nach Beuchen

Es ist inzwischen schon eine schöne Tradition geworden, dass sich die Mudauer Seelsorgeeinheit einmal jährlich, zu einer Fußwallfahrt aufmacht.

So auch am 11.10.2009, dieses Jahr mit Ziel Beuchen, im benachbarten „bayerischen Ausland“.
Obwohl es am Vortag noch 30 Liter Niederschlag gab, hatte Petrus pünktlich zur Wallfahrt ein Einsehen mit der Pilgergruppe. So fanden sich knapp 160 Wallfahrer in Mudau ein. Start der Wallfahrt war um 07:30 Uhr in der Mudauer Pfarrkirche „St. Pankratius“, mit den Eröffnungsworten durch Pfarrer Werner Bier, der den diesjährigen Pilgerzug unter das Motto des „lichtreichen Rosenkranzes“ stellte und dessen Ursprung kurz erläuterte. Zum Beginn bekamen die Pilger noch einen kleinen Fingerrosenkranz aus Lourdes mit auf den Weg, der sie in Zukunft an diesen Tag erinnern wird, aber auch zwischen den Stationen, beim Beten des lichtreichen Rosenkranzes, immer wieder zum Einsatz kam.
Die Strecke führte zunächst durch den Mudauer Bembel, zum Radweg in Richtung Ünglert und von dort, am Berghang unterhalb von Steinbach entlang, nach Beuchen. An insgesamt vier Flurstationen gingen Pfarrer Bier, sowie vier eigens gebildete Projektgruppen aus der Mudauer Seelsorgeeinheit, immer wieder auf die Bedeutung des „lichtreichen Rosenkranz“ im Alltagsleben ein.
Nach einer kurzen Rast an der zweiten Station, mit eigens kreierten Broten, ging es schließlich bergauf, nach Beuchen, wo sich auf freier Flur, der Blick zur Wildenburg, sowie über die Berge des hessischen, bayrischen und badischen Odenwaldes eröffnete. In Beuchen wurden die Pilger bereits erwartet und konnten zum Ende des Fußmarsches einen Gottesdienst in der Beuchener „Kirche der vierzehn Nothelfer“ feiern. Dort waren die Gäste sehr angetan von dem schmucken Innenleben der Kirche, die im Jahr 1923, mitten in der Weltwirtschaftskrise, von den Beuchener Bürgern errichtet wurde, so Bürgermeister Peter Schmitt. Damals wurde eigens „Beuchener Notgeld“ gedruckt, um den emporschnellenden Preisen Einhalt zu gebieten. Die Haftung hierfür übernahmen die Bauern mit Ihrem Privatbesitz, so der Bürgermeister weiter in seinen Grußworten vor Beginn des Gottesdienstes. Anschließend zelebrierten die mitgepilgerten Pfarrer Bier und Pfarrer Zylinski aus der Seelsorgeeinheit gemeinsam mit einem angehenden Gemeindereferenten aus Freiburg den Abschlussgottesdienst der Fußwallfahrt , vor einer imposanter Kulisse.
Die anschließende Bewirtung der Gäste übernahm die Beuchener Feuerwehr im dortigen Dorfgemeinschaftshaus. Eingeladen wurde zu einem deftigen, bayrischen Mittagessen und Kaffee und Kuchen, bevor Pfarrer Bier den Schlusssegen spendete und abschließend der Rücktransport mit dem Bus erfolgte. Für die Teilnehmer war es wieder ein erlebnisreicher Tag verbunden mit der Vorfreude auf die nächste Wallfahrt.
(Thomas Müller)