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Sommerschnittkurs brachte interessante Erkenntnisse

Mudau. "Warum im Sommer schneiden?" lautet die wohl meist gestellte Frage an Kreisgartenfachwart Josef Püchner im Rahmen der entsprechenden Schnittkurse.

Nach der Begrüßung zum Sommerschnittkurs an Ziersträuchern und Obstbäumen durch den Mudauer Gemeinschaftsleiter Günter Neumann und Johann Rusnak vom Kreisverband, ging Püchner zunächst auf die Theorie der Anwort ein. Demnach hat die Forschung ergeben, dass Bäume die sommerlichen Schnittmaßnahmen besser verkraften können. Denn in dieser Zeit haben sie zum einen mehr Kraft, um sich gegen Pilzerkrankungen abzuschotten und zum zweiten können ihre "Wunden" besser schließen. Kurz gesagt, reagiert der Baum aktiv auf die Schnittmaßnahmen. Es gibt aber noch weitere Vorteile. Zu starkes Wachstum des Baumes kann besser gehemmt werden, abgestorbene Äste sind leichter zu erkennen und können entfernt werden. Die Sonneneinstrahlung zur Fruchtreife wird verbessert. Kranke und von Schädlingen befallene Pflanzenteile können herausgeschnitten werden. Jedoch muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich keine brütenden Vögel oder Insektennester in den zu schneidenden Bäumen und Sträuchern befinden. Der Sommerschnitt sollte in der Zeit von Juli bis September erfolgen. Manche Obstarten – wie z. B. die Kirsche – können aber auch direkt bei der Ernte, Ziersträucher können immer nach der Blüte schnitten werden. Der Theorie folgte die Praxis, die alle Beteiligten begierig verfolgten und selbst probierten. Und so mancher geriet ins Staunen und bemerkte offen: "da hätte ich doch glatt das weg geschnitten, was jetzt noch steht. Also grundverkehrt gearbeitet." Es war ein lehrreicher Nachmittag, nach Aussage des Kreisgartenfachwarts auch für ihn selbst. (L.M.)