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REHA-Tag im Schloß Waldleiningen

Waldleiningen. - Verstärkt macht das Schloss Waldleiningen in jüngster Vergangenheit von sich Reden. Und das liegt nur zweitrangig an dem idyllischen Ambiente des zauberhaften Jagdschlosses im neugotischen Baustil englischer Prägung der Fürsten zu Leiningen.

Primär geht es in den Berichterstattungen um hervorragenden Ruf, den sich die Psychosomatische Klinik Schloss Waldleiningen bezüglich medizinischer und beruflicher Rehabilitation in den vergangenen Jahren erarbeitet hat. Als einzige Klinik für Reha-Eilverfahren in Baden-Württemberg für die LVA Baden-Württemberg hat sie sich zur tragenden Säule des Gesundheits- und Sozialsystems in der Öffentlichkeit entwickelt.

Ein Grund mehr für die Verantwortlichen, dem Aufruf des Arbeitskreis Gesundheit, der Bundesanstalt für Angestellte, des Bundesverbands Deutscher Privatkrankenanstalten, der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation sowie des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger zu folgen und sich am bundesweit ersten REHA-Tag zu beteiligen. Die beängstigende Rückläufigkeit von Anträgen für Reha-Maßnahmen sieht man vor allem in der Angst der Betroffenen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Und genau da sei auch der Ansatz für die immens gestiegenen Patienten im psychosomatischen Bereich. Doch sollte nicht vergessen werden, dass Rehabilitation kein Luxus, sondern sinnvolle Versorgungsleistung darstellt.

Wie Dr. Paul Schuh erläuterte, rechne sich Rehabilitation zum einen für den behinderten Menschen in einem höheren Lebensniveau durch eigenes Einkommen, im Aufbau einer „erarbeiteten und damit beitragsbezogenen“ Alterssicherung sowie in der Krankheits(folgen)bewältigung. Die Vorteile für die Betriebe sehe man darin, dass behinerte Menschen bei entsprechen eingerichteten Arbeitsplätzen leistungsmäßig nicht eingeschränkt und hoch motiviert sind und signifikant geringere Fehlzeiten verbuchen. Darüber hinaus aber auch einen Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten leisten. Für die Sozialversicherung bedeute das reduzierte Krankheitskosten, bewirke Beitragseinnahmen, verhindere Rentenzahlungen und entlaste die Arbeitslosenstatistik. Und für die Gesellschaft würde das neben gelebter Solidarität auch Steuereinnahmen statt Sozialleistungen bringen.

Alles in allem also genug Gründe, die Rehabilitation wieder in ein positiveres Licht zu rücken. Die Erfolge, die die Klinik Waldleiningen mit ihrem ausgeklügelten Gesamtkonzept, das mittels Selbsthilfegruppen über die Reha-Zeit hinaus wirkt, zu verbuchen hat, verdeutlicht die wertvolle Arbeit der sieben Ärzte, vier Diplom-Psychologen und fünfzehn Mitarbeiter im Pflege- und Behandlungswesen in Waldleiningen. Am vergangenen Sonntag schlossen sich unzählige Interessierte den vier Führungen durch Chefarzt Dr. Stefan Gelbhaar durch die Räumlichkeiten der Klinik an, und lernten neben den historischen Bauten auch die medizinischen Einrichtungen aufs Beste kennen. Das übergeordnete Ziel bei der Rehabilitation psychosomatisch erkrankter Patienten ist die möglichst umfassende berufliche und sozial Wiedereingliederung. Z. B. durch den Aufbau von Lösungsstrategien, Förderung der Eigenverantwortlichkeit, Aufbau sozialer Fähigkeiten, Erarbeitung von Techniken zur Problemlösung und Entwicklung von Konzepten zur Selbsthilfe unter Berücksichtigung bestehender Fähigkeiten in einem ganzheitlichen Ansatz.

Dazu gehören für das Team um Chefarzt Dr. Stefan Gelbhaar (auf dem Bild bei einer der Führungen in der Schloßkapelle) neben der Psychosomatischen Grundversorgung wie Entspannungsverfahren, Gesundheitsbildung, Ernährungsberatung, Anti-Rauchen-Training, Diätetik, Gewichtsreduktionstraining, Kreativthearpie, Sport- und Fitnesstraining, Belneo- und Physiotherapie sowie Rehabilitations- und Sozialberatung auch die indikativen Gruppen, die sich unter den Namen „Oase“, „Brücke“ und „Das Boot“ in Waldleiningen mehr als bewährt haben. Wie Dr. Paul Schuh erläuterte, wird die Arbeit des Psychosomatischen Klinik Schloss Waldleiningen auch in einer Reportage des Landesschau Baden-Württemberg voraussichtlich in der Woche nach dem 4. Oktober zu sehen sein. Als nächstes Highlight steht in der Klinik Schloss Waldleiningen die ärztliche Fortbildung am 11. und 13. Oktober an. (L.M.)