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Gelungenes Kirchenkonzert der Evangelischen Kirchengemeinde

Mudau. Es war schon etwas ganz Besonderes und hoffentlich nicht Einmaliges – das Kirchenkonzert „Gemeinsam Brücken bauen ...“, das auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Mudau in der katholischen Pfarrkirche „St. Pankratius“ stattfand.

Und genau darin lag schon die erste Brücke, die auch in der Begrüßung von Pfarrer Werner Bier als Hausherr deutlich wurde. Er betonte, dass „Brücken bauen“ auf dem Fundament „Jesus Christus“ in Mudau durchaus sichtbar werde, auch im Zusammenwirken fast aller örtlichen Chöre bei diesem Konzert. Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann sah in der Musik die beste Brücke unter den Menschen und zu Gott. Unter diesem Aspekt begrüßte sie alle teilnehmenden Chöre. Nach dem musikalischen Auftakt mit dem Stück „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai durch Klaus Streib an der Orgel, eröffnete der evangelische Singkreis „Laudate“ unter musikalischer Leitung von Ute Ellenberger gekonnt und beeindruckend den bunten Liederreigen des Abends mit „Audite Silete“ nach dem Satz: von M. Praetorius (1571-1621), “Heaven is a wonderful place” und „Aufstehn, aufeinander zugehn” (Text: Clemens Bittlinger, Musik: Purple Schulz/Josef Piek, Cl. Bittlinger. Der lang anhaltende Beifall dokumentierte die Begeisterung des Publikums, die auch unter „klein, aber oho“ tituliert sein könnte. Mit getrageneren Stücken wie „O Maria sei gegrüßt” (Satz: Anton Rheinthaler, Böhmen 1467, Text: Philipp von Schönborn 1856), „Laudate omnes gentes“ (Musik: J. Berthier (Taize)/ Matthias Kleuels, Text: Psalm 117, 148, 135, 150, 113) sowie „Wäre Gesanges voll unser Mund“ (Musik: Alejandro Veciana, Text: Eugen Eckert) präsentierte sich der Katholische Kirchenchor Mudau unter Stabführung von Norbert Trunk und Keyboard-Begleitung von Ralf Breunig. Aufgelockert wurde der konzertante Teil zum einen durch die beiden kurzen Lesungen „Wenn jeder eine Blume pflanzte“ (Härtling) sowie „Führen und leiten“ (Hans Dieter Hüsch) von Pfarrerin Seraphin-Hohmann und zum zweiten durch das von der Gemeinde zu den Orgelklängen von Klaus Streib gesungene „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“. Gesanglich überzeugte anschließend der Kirchenchor St. Martin aus Steinbach unter Dirigent Gerd Münch mit echten „Ohrwürmern“ der Kirchenmusik. Dazu gehörten „Meine Zeit liegt in Deinen Händen“ (Musik und Text: Peter Strauch), die Volksweise „Irische Segenswünsche“ sowie das bekannte „Vergiß nicht zu danken“ (Musik: Paul Ongmann, Text: Heino Tangermann). Und hellauf begeistert war das Publikum in der voll besetzten Kirche von den Beiträgen der „Fröhlichen Stimmen“ aus dem Kindergottesdienst. Die Jüngsten präsentierten ihre Lieder „Gott hat die Welt gemacht“ (Text und Musik: J. Böttcher) und „Hast Du Töne, hast Du Lieder“ (Musik: Klaus Heizmann, Text: Dagmar Heizmann-Leucke) zusammen mit dem Kindergottesdienst-Team Katrin Fleischmann und Anja Tratz so überzeugend und voll Freude, dass die ganze Kirche im Rhythmus mit klatschte und auch mit Beifall nicht geizte. Das stimmliche Highlight wurde als Schlußpunkt des musikalischen Programms gesetzt durch den Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau unter Leitung von Bernold Ballweg. Sie brachten mit den Stücken „Ich bete an die Macht der Liebe“ (Musik: Dimitrij Bortniansky, Satz: Gerhard Wind, Text: Gerhard Tersteegen (1697-1769), dem Spiritual „Every Time I Feel the Spirit“ nach einem Satz von Satz: Robert F. Schlender sowie dem Spiritual “Wo warst Du?” nach einem Satz von Winfried Siegler-Legel - Solist Klaus Burkardt - nicht nur einen repräsentativen Ausschnitt ihres breit gefächerten Repertoires, sondern auch ihres hohen stimmlichen Niveaus. Musikalisch war nun nichts mehr zu topen, und doch gab es noch ein Besonderheit. Eigens für dieses Konzert hatte die Mudauer Künstlerin Margot Peterhänsel ein Bild mit dem Titel „Gemeinsam Brücken bauen...“ gemalt und gespendet und dieses wurde durch den Finanzfachmann Rolf Mechler amerikanisch versteigert. Obwohl er selbst diese Art der Versteigerung nur von Brautschuhen kannte, machte er seine Sache so gut, dass wirklich jeder seinen Spaß und eine Menge Kurzweil hatte. Nach hartem „Kampf“ konnte Volker Banschbach aus Steinbach das fröhliche Gemälde schließlich sein Eigen nennen und aus den Händen von Pfarrerin Seraphin-Hohmann, die selbst fleißig mit gesteigert hatte, entgegen nehmen. Nach dem Dank der Gastgeberin an alle Mitwirkenden, die zum gelingen dieses ersten Kirchenkonzerts der evangelischen Kirchengemeinde beigetragen hatten, fand der abwechslungsreiche Spätnachmittag in der Kirche „St. Pankratius“ mit dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott wir loben Dich“ sein Ende. (L.M.)