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"Tag der Offenen Tür" beim Demenzzentrum in Mudau

Mudau. Es könnte jeden treffen – Demenz! Keiner ist vor dieser Krankheit gefeit, weder als potentieller Patient, noch als naher Angehöriger mit der Pflegeverantwortung.

Und nur, wer so eine Rundumbetreuung einmal mit erlebt hat, kann ermessen, welche Belastung auf den pflegenden Personen haftet. Iris Arens, Leiterin des Mudauer Tageszentrums für Demenzkranke, weiß, von was sie spricht. Sie gilt als Fachfrau und kümmert sich zusammen mit ihren Kolleginnen Bärbel Mechler und Larissa Schmidt sowie der Familie Schön und Elisabeth Schwing als unverzichtbare ehrenamtliche Helfer um mittlerweile 30 Betreuungsfälle in der Langenelzer Straße 15 im ehemaligen Schwesternhaus. Am vergangenen Wochenende organisierte man den ersten Tag der offenen Tür und kann mit der Resonanz mehr als zufrieden sein. Natürlich hatte auch das herrliche Wetter die Menschen ins Freie gelockt. Doch immerhin rd. 200 Besucher genossen nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern informierten sich über die Krankheit und das Angebot des Caritas Tagesdemenzzentrums, wo man Wert legt auf kleine Betreuungsgruppen von 8 bis max. 10 Personen zeitgleich, um den Erinnerungswert der Betroffenen optimal fördern und erhalten zu können. Für positiv erachtet man auch die kurzfristig möglichen Anfragen . Iris Arens betonte, dass Demenz neben individueller Zuwendung auch geduldige und wertschätzende Kommunikation mit der Wahl zwischen Gruppen—und Einzelangeboten. Gerade pflegende Angehörige dieser Patientengruppe brauchen oft ganz dringend eine Verschnaufpause, und diese Möglichkeit wurde durch die Änderung der Pflegeversicherung 2008 finanziell erleichtert. Als besondere Leistungen kann man von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, eine stunden- oder tageweise Betreuung in den hellen und gemütlichen Räumlichkeiten des Zentrums oder auch Zuhause in Anspruch nehmen. Es gibt Selbsthilfegruppen für Angehörige oder Infos, Gespräche, Beratung und Ideen zur besseren Alltagsbewältigung sowie einen Hol- und Bringdienst nach Absprache. Der nächste Termin der Selbsthilfe- und Angehörigengruppe ist am Mittwoch, 13. Mai von 15 bis 16.30 Uhr. (L.M.)