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Bei "Löwenkönig Mudau" laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren

Mudau. „Tag und Nacht tanzend durch’s Leben“ könnte man vermutlich die letzten Monate seit Juni vergangenen Jahres für Jasmin Mechler und Lena Böhm überschreiben.

Wenn sie nicht aktiv mit Tanzen und Proben leiten beschäftigt sind, knobeln sie weitere Verbesserungen ihrer Choreographien aus, oder überlegen, wen man wie noch besser einsetzen könnte und leben praktisch 24 Stunden täglich mit dem tänzerischen Part des Mudau-Musicals „König der Löwen“. Das kommt nicht von ungefähr, denn beide haben langjährige Erfahrungen als Aktive und Trainerinnen der Karnevalsgesellschaft „Mudemer Wassersucher“ und machen eine Ausbildung, die dem Projekt zugute kommt. Während Jasmin Mechler gerade eine zweijährige Ausbildung zur Tanzpädagogin in Düsseldorf absolviert, ist das Berufsziel von Lena Böhm „Veranstaltungskauffrau“. Und beide sind begeistert von der ungeahnten Kreativität aller beteiligten Tänzerinnen, die immerhin eine Altersspanne von sechs Jahren bis etwa Mitte 40 aufweisen und von der harmonischen Zusammenarbeit mit allen anderen Gruppierungen des Projekts. Das schwierigste zu Beginn der Proben, so die Trainerinnen im Rückblick, sei die Umstellung der Tänzerinnen gewesen, die entweder tänzerisch erfahren aus dem karnevalistischen Tanz kommen oder eben Neueinsteiger waren. Doch die Motivation aller Aktiven sei ebenso enorm gewesen wie der Wille, auch Schauspiel, Mimik, Körperbeherrschung und Improvisation in den tänzerischen Gesamtausdruck mit einzubringen und sich auf den Ausdrucks- bzw. Theatertanz einzulassen. Schließlich musste man sich ganz auf die darzustellenden Tiere fixieren, auf die jeweils typischen Bewegungsabläufe und Charaktere - für die meisten ein Novum. Nach einer kurzen Durchhängerphase seien Konzentration und Motivation derzeit auf dem Höhepunkt der Probezeit. Dies hänge zum einen mit dem schnell nahenden Vorstellungstermin zusammen, zum zweiten mit dem Probenfortschritt, der jetzt die Zusammenführung von Schauspiel, Chor und Life-Musik erfordert und damit für alle eine neue Herausforderung darstellt. Seit Juni letzten Jahres laufen wöchentlich sieben Probeeinheiten à zwei Stunden und bis vor kurzem ausschließlich mit „Dosenmusik“. Mit dem Kindertanz „Ich will jetzt gleich König sein“, den beiden Jugendtänzen „Hakuna Matata“ und „Tanz der Pflanzen“, den drei „Hyänen“-, drei „Löwinnen“- und einem „Grasfrauen“-Tanz sowie einem Pas-de-deux benötigt die Mammutproduktion, die Ralph Müller vom Musikverein Mudau im vergangenen Jahr als Idee „eingeworfen“ hatte, und deren Ball von vielen Mudauer Vereinen und Bürgern aufgefangen wurde, allein zehn Choreographien. Insgesamt sind derzeit über 250 Menschen in irgendeiner Form mit dem Projekt beschäftigt, dessen sechs Vorstellungen im Mai schon jetzt ausverkauft sind. Neben dem Musikverein selbst mit Dirigent Ralph Müller und den Schauspielgruppen aus Kolping Mudau und Knopfeck Donebach unter Regie von Rüdiger von Bergmann, der – projektbezogen – extrem vergrößerten Schola unter Stabführung von Ralf Breunig und den ebenso expandierten Schautanzgruppen der KaGeMuWa, konnte als Bühnendesigner Werner Hawelka gewonnen werden, der ein Superteam um sich geschart hat. Für die Masken zeichnen Bettina Hofmann, Angelika Sacher, Christina Schäfer, Karin Schnorr, Sandra Kuhn, Sonja Müller sowie Beate Volk und Team verantwortlich und an den Kostümen arbeitet seit Monaten mindestens zweimal wöchentlich das Kreativteam mit Katja und Gudrun Bianco, Sabine Kieser und Vera Walter. Des weiteren sind Anita Frühauf, Birgit Häfner und Birgit Halli mit dem Führen der „heißen Nadel“ beschäftigt. Und die vermuten, dass sie mit den bisher je rd. 100 Stunden Einsatz etwa 60 Prozent ihres Gesamtaufwandes bewältigt haben und noch ein paar „Sonderschichten“ einlegen müssen. Entwerfen, zuschneiden, bedrucken und nähen für 70 Tänzerinnen und 50 Schauspieler hält sie in Atem. Hinzu kommt die professionelle Bühnentechnik, die außerdem auf ein Dreamteam ehrenamtlicher Helfer in allen ihren Bereichen zurück greifen kann. Trotz des hervorragenden Vorverkaufs wäre das alles nicht möglich gewesen ohne die beiden Hauptsponsoren Sparkasse Neckartal-Odenwald und Rhein-Neckar-Zeitung. (L.M.)