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Einweihung der Mörschenhardter Straße

Schloßau. ,,Rund eineinhalb Jahre ist es nun her, dass mit dem ersten Baggerbiss die Baumaßnahme in der Mörschenhardter Straße am 28 November 2006 begonnen wurde.

Das heute zur Abnahme anstehende Projekt mit einem finanziellen Gesamtvolumen in Höhe von 1,535 Mio. Euro konnte damit voll im abgesteckten Zeitrahmen abgewickelt werden“, betonte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger im Rahmen der Bauabnahme. Ob der Größenordnung dieser Baumaßnahme hatten der Ortschaftsrat mit Ortsvorsteher Herbert Münkel an der Spitze sowie zahlreiche Helfer aus der Bevölkerung, Vereine und direkte Anrainer auch ein Straßenfest mit einem ansprechenden geselligen und kulturellen Rahmenprogramm organisiert. Im Beisein von Vertretern der bauausführenden Firma Linz und Hinniger aus Mosbach und weiteren Baufirmen, Jochen Ernst vom Regierungspräsidium Karlsruhe-BL Buchen, Horst Rieß als Vertreter des Ing. Büros Sack und Partner aus Adelsheim, Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann als Vertreterin der Kirchen, Klaus Scholl für die Anwohner und Schloßauer Vereine und der musikalischen Umrahmung der Übergabefeierlichkeiten durch den örtlichen Musikverein unter Stabführung von Kornel Eck, ging der Bürgermeister auf die Historie der Baumaßnahme ein. Bis die Bagger mit den Baumaßnahmen beginnen konnten, sei von allen Beteiligten, vor allem vom Ortschaftsrat Schloßau/Waldauerbach mit dem damaligen und unvergessenen Ortsvorsteher Hans Moser, ein großes Stehvermögen gefordert worden. Bereits Ende der 70er Jahre habe Moser zusammen mit den Anrainern den Wunsch auf einen ordnungsgemäßen und verkehrssicheren Ausbau der Mörschenhardter Straße formuliert. Eine erkennbare Linienführung war bei dem historischen Fahrweg, der später eine Bitumendecke erhielt, nicht gegeben, so der Bürgermeister. Engpässe und der fließende Übergang zu den Hofflächen prägten das recht ungeordnete Straßenbild, so dass es auch aufgrund des Schulbusverkehrs immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen war. Die Möglichkeit aufgrund des Schulbusverkehrs eine ausreichende Finanzierung des Projektes zu erhalten, bedingte außerdem, dass nicht nur die Mörschenhardter Straße in Schloßau allein in die Planungen einbezogen werden konnte, sondern die gesamte Gemeindeverbindungsstraße nach Mörschenhardt inklusive der dortigen Ernsttaler Straße zu überplanen war. So umfasste der Entwurf dann auch die Mörschenhardter Straße in Schloßau, die Ernsttaler Straße in Mörschenhardt und die freie Strecke zwischen den beiden Ortschaften. Da die Gemeinde sich ab dem Jahre 1995 vorrangig der Errichtung der ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung in allen Ortsteilen zu widmen hatte, die ein Gesamtvolumen von mehr als 10 Mio. Euro erreichte, konnten Straßenbaumaßnahmen nur dort vorgenommen werden, wo diese mit Kanalbaumaßnahmen koordiniert werden konnten. So wurden dem Ausbau der Ortsdurchfahrten in Reisenbach, Waldauerbach und Mörschenhardt der Vorrang vor der Mörschenhardter Straße eingeräumt, erinnerte Bürgermeister Dr. Rippberger. Erst nach Abschluss dieser Baumaßnahmen rückte die Mörschenhardter Straße in Schloßau wieder ins Blickfeld und fand schließlich 2006 Aufnahme in den Gemeindehaushalt. Die Straße wurde nun komplett auch in Bezug auf den Unterbau erneuert, wobei die Linienführung mit 960 Metern aufgrund der vorgegebenen Bebauung weitestgehend eingehalten wurde. Die Regelbreite der Fahrbahn wurde auf fünf Meter festgelegt, an die sich ein einseitiger Gehweg mit einer Breite von 1,50 Metern anschließt. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme gestalten sich nach den Worten des Bürgermeisters wie folgt: 613.700 Euro Zuschuss Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, 350.700 Euro Zuschuss Gemeindeausgleichstock und 517.100 Euro Eigenmittel der Gemeinde. Planung sowie Bauleitung oblag dem Ing. Büro Sack und Partner aus Adelsheim, Für die Sicherheit auf er Baustelle und den Gesundheitsschutz sorgte Dipl. Ing. Wolfgang Niemesch aus Mudau als SiGeKo. Der Dank des Bürgermeisters galt allen am Bau beteiligten Personen, Behörden und Firmen sowie den Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauphase, dem sich auch Horst Rieß vom Ing. Büro Sack und Partner sowie Jochen Ernst vom Regierungspräsidium Karlsruhe Bauleitung Buchen anschlossen. ,,Mit der neuen Straße sind positive Veränderungen für die Anlieger eingetreten und besonders durch den Gehweg sind nun der Schulweg, der Weg für die Kirchenbesucher und der Weg für die täglichen Besorgungen in der Ortsmitte sicherer und einfacher geworden“, lobte Ortsvorsteher Herbert Münkel. Die gleichzeitige Erneuerung der Wasserleitung bringe neben der Zuführung des Mudauer Wassers ohne Qualitätsverlust auch eine Verbesserung bei Notfällen für die Feuerwehr und evtl. in ferner Zukunft auch die mögliche Anbindung von Ernsttal und Waldleiningen. ,,Wir Einwohner sind mit der Vollendung dieses Gesamtprojektes sehr zufrieden und haben eine spürbare Steigerung der Wohnqualität erfahren dürfen“, sagte der Ortsvorsteher abschließend, was auch durch Klaus Scholl, der für die Anwohner und Schloßauer Vereine in der ihm eigenen humorvollen Art sprach, untermauert wurde. „Un do möchte ich mich im Name der Anwohner und besonders beim Bürgermeister un der Verwaltung für ihre Arbeit und insbesondere für ihre Hartnäckigkeit bedanken, das Ziel „Ausbau der Straße“ a geche Widerstände durchzuziehe. Mer hot do, un des muss mer hoch oerkenne, net den Weg des geringsten Widerstands gewählt.“. Nach dem obligatorischen Durchschneiden des Bandes schloss sich eine Begehung der Straße und ein gemütlicher Abend beim Jugendkeller an. Der Festsonntag wurde mit einem Gottesdienst und der Straßenweihe eingeleitet und mit Aktivitäten sowie Aktionen rund um das Thema ,,Kunst und Kultur“ unter der gekonnten Mitwirkung der Schlossemer Musikanten, versierter Bänkelsänger, des Männergesangverein Schloßau, Kasperletheater der örtlichen Grundschule und der Gewinnbekanntgabe des Fotowettbewerbes harmonisch abgeschlossen. (L.M.)