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Bundesweit erstes Demografie-Verbundprojekt mit positiven Ergebnissen abgeschlossen

Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben müssen systematisch zusammenwirken

Mit einer positiven Bilanz konnten Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger von der Gemeinde Mudau und Geschäftsführer Nikolaus Teves von der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald die ersten Demografietage abschließen. Ziel des dreitägigen Projektes war es, Ideen und Konzepte für die Bewältigung des demografischen Wandels mit Handlungsmaßnahmen zu verknüpfen, unterschiedliche Sichtweisen zu identifizieren und Methoden für die konkrete Umsetzung zu entwickeln.

In einem System von Einzelgesprächen, Vorträgen und Workshops, an dem sich Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Handel und Gewerbe, Kreditinstitute, Vereine, Verbände, Kindergärten, Glaubensgemeinschaften, Interessengruppen und Bürgerinnen und Bürger beteiligten, wurde insbesondere die Bedeutung von Schnittstellen und Kooperationen ermittelt.

Für Gemeinden wie Mudau, die im ländlichen Raum gelegen sind, besteht die besondere Herausforderung darin, so Bürgermeister Rippberger, vorhandene Netzwerke, wie etwa Vereine, gezielt in die notwendige Kommunikation und Wissensvermittlung einzubinden und die Infrastruktur an zukünftige Erfordernisse anzupassen. Diese Zukunft heißt Versorgung der Bevölkerung mit allen notwendigen Produkten und Dienstleistungen, Sicherstellung der Mobilität, ehrenamtliches Engagement und Verbesserung der lokalen und regionalen Attraktivität.

Für Geschäftsführer Teves bestätigte sich mit den Demografietagen die Rolle des Handwerks für die zukunftsgerechte Anpassung von Wohnsituationen, die Werterhaltung von Immobilien, die Versorgung mit Dienstleistungen und das Zusammenleben.

Barrierefreiheit und richtiges Barrieremanagement, das Wissen um die vielfältigen Verknüpfungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, die Verbindungen von Wohnen, Arbeiten, Lernen und Freizeit und die Definition geeigneter Ziele werden es ermöglichen, auch zukünftig einer alternden Gesellschaft den Lebens- und Erlebensraum zu bieten, der individuell angestrebt wird.

Zu Beginn aller Strategien sollte die Vermittlung des notwendigen Wissens stehen. Zur Alterstruktur einer Gemeinde oder einer Stadt, zum Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten, zur Motivation, eine Familie zu gründen, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu den Bedürfnissen von Menschen in höherem Lebensalter, zu beruflichen Perspektiven und technischen Möglichkeiten der Lebensgestaltung, zu finanziellen Hilfen und zu gesetzlichen Grundlagen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglichte und förderte die ersten Demografietage im Rahmen der Projekte www.neues-wohnen.de und www.wohnen-handwerk.de. Unter www.demografietage.de und Tel.: 0621-18002-155 besteht die Möglichkeit, zusätzliche Informationen abzurufen.