Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Familienwanderung des HVV Mudau

Reisenbach. Als Familienwanderung hatte der Heimat- und Verkehrsverein Mudau die sonntägliche Wanderung rund um Reisenbach angekündigt.

Der Vorsitzende Hans Slama konnte trotz regnerischem Start mehr als 20 Interessenten willkommenheißen. Insbesondere begrüßen konnte er Ortsvorsteher Günter Baunach, der auch die Gruppe auf den Wegen führte. Nach kurzen Erläuterungen zur Geschichte von Reisenbach ging es über den Kohlhof und die dortige Hauskapelle der Fam. Brenneis aus dem Jahre 1775 weiter über den höchsten Punkt der Gemeinde, die Hardt mit 581 m. Hier konnte man in der Ferne den Mainhardter Wald sehen, den Limesverlauf auf dem Berggrat zwischen Hesselbach und Schloßau verfolgen und die höchste Erhebung der Katzenbuckel lag zum greifen nahe. Hier gab es kurze Erläuterungen zur Geologie und der Entstehung des Odenwaldes. Nach kurzer Wegstrecke erreichte man die Wildmauern aus leiningenscher Zeit als um 1809 der „Thiergarten“ (Wildpark) errichtet wurde. Hans Slama erläuterte Sinn und Zweck der Anlage und die verschiedenen Bauweisen solcher Einfriedungen. Da der weitere Wanderweg durch den Wald führte wurde natürlich einiges über die Wald- und Baumgeschichte und auch über das Flössen erklärt. Gerade dieses wurde hier in den ehemaligen mainzischen Wäldern praktiziert. Die Eichen wurden nach dem 30 jährigen Krieg, als Holland zur Seemacht aufstieg nach Holland geflößt und das Nutzholz bis Mainz, letzteres praktizierten bereits die Römer. Dies ist an einem Weihestein in Obernburg zu ersehen. Auch die Steinsärge aus dem Odenwald fanden auf diese Weise den Weg bis an die Nordsee. Ein besonders idyllisches Fleckchen erreichte man dann an der ehemaligen Wasserversorgung des Reisenbacher Grundes die bis 1985 aktiv war. Hier war noch der Mühlgraben zu sehen und auch die starke Schüttung beeindruckte die Wanderer. Gebaut wurde sie erst 1956 nach langen Problemen. So kam der Erste Weltkrieg dazwischen, dann 1939, als man schon das Material gekauft hatte konnte man keine Arbeitskräfte finden. Geschlossen musste die Quelle wegen dem Oberflächenwasser und der sehr aggressiven und die Leitungen zerstörenden Zusammensetzung werden. Nach dem Rücktransport konnte man sich in der Schule stärken: Hier verköstigte die Reisenbacher Abteilungswehr die Wanderer vorzüglich. Ganz besonderen Anklang fand die „Lehrer Combo“ mit ihrer Musik und den Liedern. (L.M.)