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Hölzerlips-Bande stürmte das ehem. Pumpwerk Hirtenquelle

Mudau/Ünglertsgrund. Die Besichtigung des Pumphauses der ehemaligen Wasserversorgung Mudau aus dem Jahre 1911 gehört schon zum Standard-Repertoire des Mudauer Sonntagsprogramms, das mittlerweile unter der Rubik „Mudau aktiv“ läuft.

Dennoch hat gerade dieser Programmpunkt bis heute noch nichts an Attraktivität verloren. Vor allem wird das „Drum-Herum“ immer wieder neu gestaltet. Und als am vergangenen Sonntag auch noch die berüchtigte Hölzerlips-Bande um „Hauptmann“ Hans Slama das Leben der interessierten Besucher an Wert gewinnen ließ, war der Erfolg des Tages so gut wie garantiert. Das Gelände um das Pumphaus, welches von der Dorfgemeinschaft Ünglert liebevoll und von Grund auf renoviert und restauriert worden war, bietet an sich schon Erholung und Abenteuer für Groß und Klein. Und die Hölzerlips setzten dabei noch einen drauf. Geopark-Vorort-Führer Norbert Käflein erläuterte, dass die Arbeiten an der Wasserversorgung und dem Pumphaus im Jahre 1911 begannen. Beim Aufbau der Versorgung für den Ünglert, Donebach bis Reisenbach und umliegende Ortschaften wurden mehr als 20 Kilometer Rohre verlegt. Im Pumphaus, das gleichzeitig auch die Wohnung des Wassermeisters beherbergte, war eine so genannte Peltonpumpe eingebaut worden. So wurde eine mit Wasserkraft betriebene Turbine mit Wasser aus dem Mudbach gespeist und förderte das Trinkwasser über die genannte Pumpe in die angeschlossenen Ortschaften. Seit 1995 hat es sich die Dorfgemeinschaft Ünglert zur Aufgabe gemacht, das Pumphaus als wichtiges Zeugnis der örtlichen Vergangenheit zu pflegen. Norbert Käflein hat die Turbine wieder gangbar gemacht und ist schon dadurch prädestiniert, das Prinzip ihrer Arbeitsweise anschaulich zu erläutern. (L.M.)