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Bunter Melodienstrauß beim MV Schloßau

Schloßau. Neben einem klangvollen Ostergruß mit buntem Melodienreigen standen Ehrungen und Auszeichnungen des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland im Mittelpunkt des traditionellen Osterkonzerts des Musikverein Schloßau in der örtlichen Schulturnhalle.

Erfreut zeigte sich 1. Vorsitzender Herbert Münkel nicht nur über die große Zahl von Gästen, sondern auch über die Anwesenheit der Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Edmund Link und Walter Herkert, dem stv. Präsidenten des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland Helmut Milli aus Hettingen und Vertretern der örtlichen Vereine, Schule und Kommune. Ein besonderer Willkommensgruß galt auch den Abordnungen befreundeter Musikvereine und den Ehrenmitgliedern des Vereins. Dirigent Kornel Eck hatte auch in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles und kurzweiliges Programm zusammengestellt, durch das in gekonnter Manier Sandra Mechler und Christin Marke führten. Danke sagte der Vorsitzende den Musikerinnen und Musikern für ihren engagierten Probenbesuch und den zahlreichen Helfern im Hintergrund für die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung. Als musikalischen Einstieg und Hommage auf eine der größten Zeitungen in Amerika, präsentierte das Orchester den beliebten Marsch ,,The Washington Post“ von John Philip Sousa, gefolgt von einem Kurztrip in die Welt der Oper und des Konzerts. Nicht weniger bekannt und beliebt die anschließenden Stücke wie ,,My Fair Lady“ als Potpourri der modernen Operette in Form eines Musicals, ,,Scandinavia“ als Reise in den hohen Norden und aus dem Film -der Herr der Ringe- das mystisch klingende ,,The Lord of The Ringe“ mit Loni und Sina Hemberger im Flügelhornpart. Eingerahmt in den Ehrungsblock gestalteten sich das durch Frank Sinatra weltberühmt gewordene ,,My Way“ und der ,,Deutschmeister Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek zu einem gelungenen Abschluss des ersten Konzertteils sowie der Umrahmung von Auszeichnungen verdienter Jungmusiker durch Helmut Milli als stv. Präsidenten des Blasmusikverbandes Odenwald-Bauland. „Wir brauchen engagierte Musiker wie es die Schloßauer Musikanten sind, wir brauchen aber auch ein so interessiertes Publikum wie es heute abend vertreten ist.“ Weiter ging Helmut Milli darauf ein, dass es die Vereine und den Verband einiges an Anstrengung kostet, keine Nachwuchssorgen zu kennen. Man biete viel, denn junge Menschen seien kritisch und das Angebot groß und attraktiv. Doch die jungen Menschen wollen nicht nur gefördert, sie wollen auch gefordert sein. Und für beides sorge der Blasmusikverband und seine Mitgliedsvereine durch eine gute und lückenlose Ausbildung. In diesem Zusammenhang überreichte er das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze an Florian Röchner, und das in Silber an Sebastian Benig, Manuel Röchner und Robin Moser. Mit auf den Weg gab ihnen der stv. Präsident „Natürlich ist Musik nicht alles im Leben, aber sie hilft uns, vieles freundlicher zu gestalten“. Bürgermeisterstellvertreter Dr. Edmund Link lobte das engagierte Wirken des Musikvereins Schloßau, vor allem bezüglich der Jugendarbeit und brachte zum Ausdruck, welch ein Genuß der österliche Spaziergang durch die Welt der Musik mit den Schloßauer Musikanten sei. Nicht minder Beleg für den hohen Ausbildungsstand und die Klangharmonie des Orchesters war der zweite Teil des Abends, den die ,,Goldenen Zeiten“ des tchechischen Komponisten Anton Kadiec einleiteten. Ein ,,muss“ für ein Blasorchester ist die Präsentation einer Polka, die Kornel Eck in Form einer ,,Fest-Polka“ hervorragend einstudiert hatte, gefolgt von dem ,,Klarinetten Muck“ in Form eines Duos von Klarinettenausbilder Albrecht Trunk und Zögling Manuel Röchner. Als Löffelpolka unter dem damaligen musikalischen Leiter der Egerländer Musikanten, Ernst Morsch, bekannt, servierte das Schloßauer Orchester den ,,Lieblings-Trommler“ mit Solist Christian Münch an der kleinen Trommel und ,,Wir Freunde feiern Böhmisch“ von Marc Winterhalder. Die ,,zwei Sonny Boys“ wurden im Anschluss dargestellt durch Günter Mechler mit seinem Tenorhorn und Trudbert Mechler als Bariton. Nicht ganz so bekannt, aber nicht minder interessant, gestaltete sich der Marsch ,,Die lustigen Dorfschmide“ von Julius Fucik als Abschluss des gelungenen Osterkonzerts des Musikverein Schloßau, das sich nahtlos an die erfolgreichen musikalischen Darbietungen der vergangenen Jahre anschloss und die kontinuierliche und zukunftsweisende Aufbauarbeit der Vereinsverantwortlichen dokumentierte. (L.M.)