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"Heiße Reifen" im Mudauer Ortskern

Mudau. Er begann kalt und regnerisch, der Mudauer „Renner im Odenwald“, der sich in den letzten Jahren zu einem „Geheimtip“ für radfahrbegeisterte Amateure ohne Lizenz entwickelt hat. Und diese Freaks scheuten keine Anfahrstrecke, um sich mit Gleichgesinnten messen zu können.

Von der Stuttgarter Gegend, der Schwäbischen Alb, aber auch aus dem Frankfurter Raum hatte es Fahrer nach Mudau gebracht, nicht so viele wie im Vorjahr, aber immer noch mehr als genug. Und als sich dann bis zum Hauptrennen auch noch die Sonne hinter den Wolken hervor traute, ließen nicht einmal mehr die Zuschauer auf sich warten. Sieben verschiedene Kategorien hatten Heimat- und Verkehrsverein Mudau, Radfahrverein Wodan Donebach und Gemeinde Mudau auf der Strecke rund um das Alte Rathaus angeboten. Die Moderation dieses besonderen Highlights im Mudauer Sommerprogramm lag in den bewährten Händen von Harald Grimm und Reiner Kistner, die Siegerehrungen nahmen die Vorsitzenden der organisierenden Vereine – Hubert Sämann für den Radfahrverein Wodan und Hans Slama für den Heimat- und Verkehrsverein – sowie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger vor. Und besonders stolz und dankbar zeigten sich die Verantwortlichen über mehr als 50 Sponsoren aus Mudau und weit darüber hinaus. Der Start verlief jeweils pünklich zur angekündigten Zeit. Sieger unter den zehn Teilnehmern von Rennen I für Jugendliche der Jahrgänge 1993 bis 1998 wurde nach drei Runden mit ca. 5,7 km Moritz Klug aus Elsenfeld vor Marius Kohlrepp aus Elztal auf dem 2. und Jonas Hofmann aus Bad Mergentheim auf dem 3. Platz. Ähnlich viel Konkurrenz musste im Rennen II für die Jahrgänge 1989 bis 1992 in acht Runden über ca. 15,2 km. Kann Kreiß aus Obrigheim hinter sich lassen, um vor Philipp Strach aus Abtsteinach (2. Platz) und Thomas Tietz aus Igersheim (3. Platz) das Siegertreppchen erklimmen zu können. Geballte Frauenpower fehlte bei nur vier Teilnehmerinnen in Rennen III in diesem Jahr. Doch das machten die Damen mit ihren Leisungen wett. Als Siegerin ging nach fünf Runden über ca. 9,5 km Melanie Rupp aus Eberbach hervor. Den 2. Platz holte sich Marion Bundschuh aus Weilbach vor Marianne Förderer-Münch aus Mannheim auf dem 3. Platz. Der überaus durchtrainierte Willi Binnig aus Schefflenz startete in gleich drei Rennen und holte sich den Siegerpokal sowohl im Offenen Rennen über zehn Runden mit ca. 19 km vor Rolf Brenneis aus Scheidental auf dem 2. und Markus Lustig aus Neckarsulm auf dem 3. Platz, als auch im Seniorenrennen ab Jahrgang 1957 und älter über acht Runden und ca. 15,2 km vor Thomas Müller aus Bad König als Zweit- und Helmut Ruml aus Meckesheim als Drittplatzierten. Selbst im anschließenden Hauptrennen über 20 Runden und ca. 38 km hielt er noch stramm mit. Doch hier erklomm Stefan Schäufle aus Wenigumstadt die Siegertreppe. Platz 2 sicherte sich Martin Haaf aus Faulbach und Platz 3 Matthias Böhm aus Miltenberg. Nachdem diese sechs Rennen mit dem gebotenen Ernst abgewickelt worden waren, wurde Helmut Maier mit seinem „Silberpfeil“-Leitwagen nach negativ erfolgter Dopingkontrolle in Ehren aus seinem verantwortungsvollen Posten entlassen, denn das letzte Rennen des Tages bedurfte keiner Einführungsrunde. Hier gab es auch nur einen großen Sieger, und das war das Publikum, denn beim „Cup der Mudauer Vereine“ über drei Runden und ca. 5,7 km ging es in erster Linie um den Spaßfaktor. Und das war eindeutig das Metier der „Mudemer Wassersucher“, die mit einem Spezialfahrrad für sieben Personen an den Start gingen. Zeitmäßig sicher „außer Konkurrenz“, aber mit der 100prozentigen Gunst des Publikums. Insgesamt hatten sich neben der der KaGeMuWa mit der AH des VfR Scheidental, dem Radfahrverein Wodan aus Donebach, Jugendfeuerwehr Steinbach, Motorradclub Mudau, Musik- und Schützenverein sowie Tennisclub Mudau acht Vereine mit 61 Fahrern angemeldet. Dabei startete der Motorradclub als Ein-Mann-Mannschaft, der Schützenverein Mudau mit 17 Fahrerinnen und Fahrern und die Jugendfeuerwehr Steinbach mit 13 Ehrgeizigen. Und außer den verschiedenen Rennen werden auch Informationen und eine interessante Ausstellung über den Radsport geboten, für Verpflegung war ebenso gesorgt wie für ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm zwischen den Rennen. Und an den Informationsständen gab es viele Informationen über Radfahrzubehör und –Ausstattung. (L.M.)