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Raiffeisen-Warengenossenschaft bekennt sich zur Mosterei

Mudau. (lm) Trotz erheblicher Einschränkungen durch Corona konnte das vergangene Geschäftsjahr der Raiffeisenwarengesellschaft (RWG) ordnungs- und satzungsgemäß gemeistert werden. So der Tenor im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Restaurant „Genuss am Golfpark“ in Mudau, wo Josef Elser in seiner Funktion als Vorsitzender allen Mitgliedern, Geschäftspartnern, Willi Müller als Schriftführer sowie der Gemeinde Mudau mit Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger an der Spitze für die harmonische Zusammenarbeit dankte. Sein besonderer Dank richtete sich an Gerhard Baumbusch, der seit 25 Jahren für die Bilanzerstellung verantwortlich zeichnet. Geschäftsführung und Aufsichtsrat hatten sich zuvor für eine moderate Auflösung der Rückstellungen entschieden und so wieder eine 2%-ige Dividentenausschüttung vorgeschlagen, der auch einstimmig zugestimmt wurde. Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Schölch zeigte sich in seinen Ausführungen zudem zufrieden über die Geldanlagen, trotz niedrigem Zinsgewinn. Keine Beanstandungen beinhaltete der Prüfbericht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes über die Geschäftsvorgänge, Jahresabschlüsse und Bilanzen der Jahre 2020/2021. „Die Vermögens- und Finanzlage der Mudauer Genossenschaft sind gut und die Ertragslage beurteilen wir als zufrieden stellend. Die Tätigkeit des Vorstandes wurde mit Gesetz und Satzung ausgeübt und der Aufsichtsrat ist seinen Überwachungsaufgaben vollumfänglich nachgekommen“. Ebenfalls zufrieden könne man mit dem Ergebnis des Mostereibetriebes sein, der aufgrund der geringen Obsternte nicht so hoch wie in den vergangenen Jahren war. Trotzdem könne man mit dem erwirtschafteten Gewinn zufrieden sein. Sorgen bereiten allerdings die in die Jahre gekommene Kelteranlage, die Fässer und die benötigten Schläuche und vor allem die Tatsache, dass Bedienungspersonal für die Kelterei immer schwieriger zu rekrutieren sei. Bei den anschließenden turnusgemäßen Wahlen zum Aufsichtsrat und Vorstand unter Wahlleitung von Bürgermeister Dr. Rippberger wurden mit einstimmigem Votum Stefan Schölch (Aufsichtsratsvorsitzender) sowie Josef Elser (Vorsitzender) und Martin Oeden (Geschäftsführer) nach ebenfalls einstimmiger Entlastung wiedergewählt. Ausführlich über die allgemeinen Inhalte der Geschäftsarbeit hatte zuvor Geschäftsführer Martin Oeden informiert, so auch darüber, dass der Jahresüberschuss 852,53 Euro beträgt. Weiter gab er bekannt, dass die Raiffeisenwarengesellschaft Mudau aktuell von 87 Mitgliedern mit 135 Geschäftsanteilen getragen werde. Im Mostereibetrieb wurden im Berichtszeitraum 50.000 Liter gepresst, wobei die Pressgebühren je nach Menge zwischen 14 und 19 Cent je Liter lagen. Auch die Pasteurisierungsanlage der Firma Englert sei an fünf Tagen sehr gut ausgelastet gewesen. Als erfreulich nannte Oeden die Tatsache, dass die örtliche Grundschule mit Kindern und Lehrern, die Gemeinde mit Christoph Müller und Fr. Fritsch als Beauftragte für Obstanlagen aus Waldstetten sich mit mitgebrachten Äpfeln über die Mosterei und Pasteurisierung informiert und aus erster Hand miterlebt hatten, wie Apfelsaft entsteht. Gut angenommen werde auch die alljährliche Apfelsaft-Spende an den Bauernmarkt. Lobende Worte über den Fortbestand der Mosterei fand der Bürgermeister, der selbst überzeugter Kunde in der Mudauer Mosterei ist.