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"Vernunftehen" kennzeichnen Arbeit des DRK-Kreisverbandes

Buchen/Mudau. (lm) Auf arbeitsintensive und organisatorisch aufwändige, aber auch sehr erfolgreiche Jahre 2019 und 2020 kann der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Buchen zurückblicken und dies wegen sowie trotz der Corona-Auswirkungen. „Wir halten diese Kreisversammlung sehr bewusst hier in der Odenwaldhalle in Mudau ab“, sagte Präsident und Buchens Bürgermeister Roland Burger zu Beginn seiner Ausführungen über die Inhalte der einzelnen Aktivitäten. Als Grund hierfür nannte er den Zusammenschluss der beiden Ortsvereine Buchen und Mudau im vergangenen Jahr. Das hohe Ansehen und die Wertschätzung des Kreisverbandes dokumentierten sich auch durch die Gästeliste, in der sich neben MdB Nina Warken auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger aus Mudau, Bürgermeister Ralf Killian aus Ravenstein, Dr. Harald Genzwürker als leitender Notarzt, DRK-Geschäftsführer Steffen Horvath, für die Feuerwehren Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr sowie die Ehrenmitglieder Norbert Kuhn und Hans Sieber eingetragen hatten. Präsident Roland Burger dankte den Gästen für die Verbundenheit und allen Mitgliedern, Helfern und Verantwortlichen für ihr überdurchschnittliches Engagement in den unterschiedlichsten Aufgaben. Um die operative Arbeit und Hilfe vor Ort engagiert weiterführen zu können habe man sich nicht nur den Zusammenschluss der Ortsvereine Buchen und Mudau begrüßt, sondern für die derzeit noch im Aufbau befindliche „Helfer-Vor-Ort-Gruppe“ in Mudau ein neues Fahrzeug angeschafft. Der Eingliederungsvertrag wurde von den beiden Ortsverbandsvorsitzenden Kurt Böhrer und Dieter Slabschi auf Grundlage eines Mitgliederbeschlusses 2020 unterzeichnet. Bezüglich der Flutkatastrophe im Ahrtal galt ein besonderer Dank des Präsidenten sowohl den zahlreichen Helfern in Buchen für die Koordinierungsarbeiten als auch den DRK-Kräften vor Ort für ihren selbstlosen Einsatz in verschiedenen Situationen. „Unsere Helfer haben für den Einsatz einen Teil ihres Urlaubs geopfert, wurden teilweise von ihren Arbeitgebern freigestellt oder wurden mit Verdienstausfall freigegeben“, sagte Präsident Burger. Gleiches gelte für die Helfer im Rahmen der Corona Pandemie wie z.B. im Rahmen von Impfungen. In seinem Rechenschaftsbericht resümierte er die Probleme, die aufgrund der finanziellen Schieflage in den Jahren 2017/18 entstanden und auch durch landesweite Vorhalteerweiterungen begründet waren. Um das Tagesgeschäft im Rettungsdienst aufrecht erhalten zu können, wurde mit dem DRK-Mosbach eine „Vernunftehe“ eingegangen und die Chance auf einen Neuanfang ergriffen. Mit Umstrukturierungen und personellen Verlagerungen sowie der Installation von Steffen Horvath als neuen Geschäftsführer konnte man sich im Jahr des Umbruchs konsolidieren. Dann kam Corona. Es wurden z.B. die Sichtungszelte in den NOK-Kliniken in Mosbach und Buchen mit ehrenamtlichem Personal besetzt, 200.000 Masken gekauft und verteilt, ein Einsatzstab gebildet und die Hilfsdienste teilweise durch den KV Buchen geleistet. Weiter wurde ein Kreisimpfzentrum betrieben, Seniorenheime und Kliniken mit freiwilligen Helfern unterstützt, Abstrichstellen und Fieberambulanzen betreut, Firmentestungen und Tests an Schulen und Kindergärten durchgeführt. Zudem konnten traditionelle Aktionen wie Blutspenden, Erste-Hilfe-Kurse und Umbauarbeiten am und im Rettungszentrum Buchen geleistet werden. Finanziell und personell präsentiere man sich derzeit zufrieden stellend und man sei auf einem guten Weg in die weitere Zukunft. Dies bestätigten auch Schatzmeister Willi Weismann und Dr. Thomas Mühling in seiner Funktion als Wirtschaftsprüfer. Christina Graseck und Dominik Burger-Graseck erinnerten im Anschluss an die zahlreichen Aktivitäten im Aufgabengebiet der Kreisbereitschaftsleitung. So u.a. an die Durchführung des Erste-Hilfe-Landesentscheid in Walldürn, die AG Notfallstation, Grundlehrgänge, Aufbauseminare, Weiterbildungen und Übungen in beiden Berichtsjahren. Aktiv war man weiter im Sanitätswachdienst, beim Brand eines Mehrfamilienhauses mit Verletzten, Ausbildungen in verschiedenen Bereichen, Schulungen und im Rahmen von Arbeitssitzungen. Für den Bereich der Sozialarbeit berichtete Yvonne Wolfmüller. Die Mitarbeiter hätten unter Coronabedingungen reibungslos weitergearbeitet, und zwar in der Altenpflege, im Hausnotruf, in der Kleiderkammer (so lange sie geöffnet war) und bei Essen auf Rädern. Angeboten und gut angenommen waren besonders 2019 die Gesundheitsprogramme. Einen richtigen Aufschwung verzeichnete man im Rahmen der Familienbildung wo z.B. mit 3 Standorten in Mudau, Buchen und Hardheim und mit 5 Kursleiterinnen rd. 250 Teilnehmer betreut wurden. Aufgrund dieser Tendenz würden dringend neue Kursleiterinnen gesucht. Die Kreisjugend besteht aktuell aus 169 Mitgliedern in 9 Jugendgruppen, betonte Jugendleiter Lars Fleckenstein. Weiter berichtete er über die Gruppenstunden, den Kreiswettbewerb in Unterballbach, das Zeltlager 2019 mit 50 Kindern und 30 Betreuern. Nach den folgenden Berichten von Svenja Schmitt über die BBO und Renate Albrecht über die PSNV erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für das geleistete Arbeitspensum der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung. Unter der Leitung von Bürgermeister Ralf Kilian brachten die Wahlen zum Präsidium folgendes einstimmiges Ergebnis: Präsident Roland Burger, stv. Präsidenten Volker Rohm und Klaus Gramlich, Schatzmeister Willi Weismann, Justiziar Andreas Wörner, bestätigt wurden als Rot-Kreuz-Beauftragte Benno Henn, als Kreisbereitschaftsleitung Christina Graseck und Dominik Burger-Graseck, als Kreissozialleiterin Yvonne Wolfmüller und für die Jugendleitung Lars Fleckenstein und Eric Macht. Andreas Wörner erläuterte anschließend die Satzungsänderungen, bei denen nun u.a. die Möglichkeit eingeräumt wird, dass Ortsverbände sich rechtsfähig bilden können. MdB Nina Warken bezeichnete die DRK-Mitglieder als Vorbilder für die Gemeinschaft, Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr dankte für die harmonische Zusammenarbeit, BM Dr. Norbert Rippberger dankte namens der Mudauer Gemeinde für das neue Fahrzeug im Ortsverband und als leitender Notarzt würdigte Harald Genzwürker den Einsatz der Freiwilligen während Corona sowohl im Krankenhaus als auch im Impfzentrum. Abschließend der umfangreichen Tagesordnung würdigte Präsident Roland Burger den langjährigen Rettungsfahrer Jürgen Ulrich für seine Zuverlässigkeit bei seiner im Zeitraum von 1978 bis 2020 erbrachten haupt- und ehrenamtlichen Einsatz beim DRK Buchen und wünschte alles Gute nun im Ruhestand.