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Holzrücken mit ökologischem Nutzen

Mudau. (lm) Toni, 11 Jahre alt, und sein „Kollege“ Remus, 16 Jahre alt, sind zwei Norikerpferde, die unglaublich viel Spaß an ihrer Arbeit haben und noch lange nicht an Rente denken. Davon sind ihre Besitzer Natalie und Stefan Egenberger – zwei versierte Holzrücker – absolut überzeugt und das bewiesen die zwei Paarungen am vergangenen Samstag im Mudauer Gemeindewald „Neuhof“ überaus glaubhaft Revierförster Michael Schwarz mit Tochter Svea sowie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. Michael Schwarz hatte durch Forstkollegen bereits von der Kompetenz des Hainstadter Quartetts gehört und aufgrund der überaus nassen Witterung die Zusammenarbeit auf diese ökologische Art vorgeschlagen. Zum einen gäbe es im „Neuhof“ einfach zu viele Stellen, an denen der Waldboden zu nass ist, um mit schwerem Gerät die gefällten Bäume herausholen zu können und die Strecken seien auch zu weit von den Rückebahnen entfernt. Außerdem würde die Naturverjüngung zerstört werden. Mit den gut trainierten Pferden der Egenbergers könnte man sehr viel effektiver arbeiten. Wie Stefan Egenberger erläuterte, dauert die Ausbildung dieser gutmütigen und geduldigen Rasse rd. zwei Jahre. Danach reagieren sie vor allem auf Zuruf, wobei z. B. „hot“ rechts und „wüst“ links bedeutet. Natürlich darf auch der zweibeinige Führer nicht schlafen bei der Arbeit, und jede kleinste Unaufmerksamkeit wird im günstigsten Fall mit blauen Flecken und so manchem „Aua“ bestraft. Aber für drei Stunden am Stück arbeiten die Pferde wirklich gerne und mit vollem Einsatz. Sie haben selbst ein Gewicht von ca. 800 kg und können bis zum eineinhalbfachen ihres Gewichts auch problemlos ziehen, zumindest über kurze Strecken – eben zum sogenannten „Vorliefern“. Dabei sind sie unglaublich wendig, sicher im Tritt und deswegen absolut konkurrenzlos. Wie Natalie Egenberger schmunzelnd ergänzte, seien Toni und Remus im Mudauer Wald besonders motiviert, weil sie so „ganz nebenbei“ und ohne die Arbeit zu unterbrechen, sich selbst mit den leckeren Heidelbeeren belohnen können. Dr. Rippberger und Revierförster Schwarz hatten für diese Schwäche der Tiere vollstes Verständnis, und zeigten sich begeistert über das effektive Multitasking der beiden