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Abschied von verdientem Hauptamtsleiter im Gemeinderat

Mudau. (lm) Schweren Herzens habe man den Antrag von Herbert Knapp auf Verabschiedung in den Ruhestand zum 1. Mai 2021 angenommen, denn „37 Jahre lang hat Herbert Knapp das Hauptamt der Gemeinde Mudau geleitet und hat alle mit seinem breiten Fach- und Sachverstand in allen wichtigen Themenfeldern in der Mittelpunktgemeinde Mudau beeindruckt“. So Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger im Rahmen der Gemeinderatssitzung und beim Tagesordnungspunkt „Verabschiedung von Herbert Knapp, einem verdienten Beamten, in den Ruhestand“. Als Grundlage für sein Fachwissen und hohen Sachverstand nannte der Bürgermeister die fundierte Ausbildung des scheidenden Hauptamtsleiters wie z.B. bei der Gemeinde Limbach, dann beim Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises und schließlich beim Studium für den gehobenen Dienst an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl sowie bei der Stadt Heidelberg. Nach der Heirat mit Monika Schäfer im Jahr 1983 bat der aufgrund seiner überdurchschnittlich guten Leistungen bereits zum Stadtamtmann aufgestiegene Herbert Knapp die Versetzung nach Mudau, wo er ab 1. Oktober 1984 als Nachfolger von Gerd Mayer das Mudauer Hauptamt 37 Jahre lang geleitet. Er habe die Gemeindeentwicklung im Bereich der Flächennutzung und Bebauungsplanung stets im Blick gehabt und hatte zudem einen ganzheitlichen Ansatz bei seinem Blick auf die Gemeinde und über die Gemeindegrenzen hinaus. „Strategisches Denken über die Möglichkeiten der Gemeindeentwicklung und das Wissen um das Machbare waren beides bei Knapp vereint“, sagte der Bürgermeister auch im Beisein von Knapps Ehefrau Monika, die als Erzieherin im Mudauer Kindergarten engagiert war. Gerade das Thema Bauen galt als Steckenpferd von Herbert Knapp genauso wie Bauordnungs- und Bauplanungsrecht, Umgang mit Bauanträgen, Bebauungsplanung und dem Flächennutzungsplan. Herbert Knapp habe stets darauf geschaut, dass die Verwaltung in ihrer Arbeitsverrichtung auf dem aktuellen Stand der Technik und des Fachstands war, betonte Dr. Rippberger weiter. Stets waren auch die Vorlagen in für die Gemeinderatssitzungen aus seiner Hand gut vorbereitet und geprägt von viel Sachverstand zugunsten der Entscheidungen von Gemeinderat, Ortschaftsrat und Ortsvorsteher. Der in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete Gemeindeamtsrat Herbert Knapp habe in seiner Mudauer Dienstzeit rd. 630 Gemeinderatssitzungen und dabei ca. 6.300 Tagesordnungspunkte im öffentlichen und nochmals 3.500 im nicht öffentlichen Teil der Sitzungen mitgestaltet. Auch das Mudauer Vereinsleben habe Herbert Knapp aktiv unterstützt, so als Vorsitzender und Vorstandsmitglied der Siedler- und Gartenfreunde Mudau. Das Allgemeinwohl stand bei ihm immer an erster Stelle. Andreas Schölch sprach im Namen des Gemeinderatsgremiums, Klaus Schork in Vertretung der Ortsvorsteher Lob und dankende Worte aus. In ihren Laudatien betonten beide die enorme Kompetenz von Herbert Knapp du seinen Weitblick, die jederzeit hervorragende Zusammenarbeit und das ebenso freundschaftliche, wertschätzende wie vertrauensvolle Miteinander. „Er hat geschätzte 3 Kilometer ganz hervorragende Protokolle geschrieben während der Gemeinderatssitzungen und wir haben viel von Dir gelernt im Umgang mit Menschen“. Mit Dank für die geleistete Arbeit und das vertrauensvolle Miteinander sowie den besten Wünschen für den künftigen Ruhestand verabschiedete Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger nach diesen Ausführungen, Hauptamtsleiter Herbert Knapp mit Präsenten in den „Unruhestand“ und dankte Monika Knapp mit einem Blumenpräsent für die stete Rückendeckung ihres Mannes. Dieser Geschenkereigen wurde durch die Grußwortredner noch als besonderer Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung sowie durch Standing Ovations des ganzen Gremiums ergänzt. Der so hoch Geehrte bedankte sich mit einem kurzen Resümee seiner Beweggründe diesen Berufsweg einzuschlagen, der ihm einfach in allen Sparten in diesen 37 Jahren Mudau sehr viel Spaß gemacht hat. Dabei erinnerte er sich unter anderem an seine erste Ausrüstung mit einer Rechenmaschine, einem Diktiergerät und einem Datenerfassungsgerät, oder an Gemeinderatssitzungen, in denen der Zigarettenrauch lang und dick im Bürgersaal stand, oder wie man in den 90er Jahren mit einer funktionierenden und letztlich erfolgreichen Bürgerbeteiligung begann am Beispiel der Golfplatzgeschichte oder der Sanierungsgebiete, durch die das Bild der Gemeinde nachhaltig verbessert wurde. L.M.