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"Alphorn-Melodien" zu Ostern

Mudau. (lm) Sie hatten sich bereits in fast allen Ortsteilen der Gemeinde an großen Außenflächen, auf Hügeln oder wie vor Schloß Waldleiningen auf der großen Wiese im Tal postiert und mit Alphornklängen gegen die melancholische bis depressive Stimmung gegen Corona großen Erfolg verbucht. Seit Tagen sind die Hobbymusiker Walter Volk (Mudau) und Edmund Link (Waldauerbach) in der Gemeinde unterwegs und lassen ihre Alphörner erklingen. Die Probestunden mit den Parforcehörnern des Odenwälder Parforcehornensembles sind bis auf weiteres gestrichen. Aber den Menschen mit den sanften und beruhigenden Tönen der Alphörner freudige und vor allem überraschende Abwechslung zu bringen, ist gerade mit diesen Instrumenten ideal. Denn diese Naturhorninstrumente aus Fichtenholz ohne Tasten, Hebel, Klappen oder sonstige unterstützende technische Bestandteile bedingen aufgrund ihrer Größe geradezu Abstand und sind über weite Strecken zu hören. Die Beiden berichteten von berührenden und Freude spendenden Auftritten im Bereich der Senioren- und Pflegeheime in Steinbach und Mudau oder der Klinik Schloß Waldleinigen, wo die Zuhörerschaft die jeweiligen Balkone ihrer Zimmer als Logenplätze nutzten und als man bei ihrem „Auftritt“ am Karfreitagabend durch Waldauerbach fuhr, sah man die begeisterten Bürger in ihren Vorgärten und weit verstreut auf der Wiese den „Alphorn-Melodien“, die vom „Brunnen am Trieb“ heruntertönten, lauschen. Ganz bewusst wollten die beiden Musiker keinen Menschenauflauf provozieren und spielten darum immer unangekündigt aus der Distanz, was ja geradezu geschaffen ist für dieses Naturhorninstrument, das ursprünglich in den Alpenländern Kommunikation und Verbindung über weite Entfernungen ermöglichte. „Nicht unterkriegen lassen, sondern Wohlempfinden und Zuversicht verbreiten!“ Das ist die Motivation der beiden Bläser. Naturtöne berühren die Menschen besonders, denn sie wirken nachweislich in besonderer Weise auf das Gemüt und die innere Ausgewogenheit. Wie Edmund Link recherchiert hatte, haben die Hirten in früheren Zeiten ihre Schafe mit Alphörnern beruhigt. Die gute Resonanz und das schöne Wetter werden die beiden Alphornbläser zu weiteren „Auftritten“, die ja gleichzeitig auch Übungsstunden sind, aus der Ferne motivieren.