Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Vollausbau des Brunnenweges in Scheidental

Scheidental. (lm) „Das Flurneuordnungsverfahren war das Beste was Scheidental in den letzten 10 Jahren passieren konnte“, sagte noch vor kurzem Ortsvorsteher Klaus Schork im Rahmen der Fördermittelübergabe durch Minister Peter Hauk im Mudauer Rathaus. Landrat Dr. Achim Brötel ergänzend: „Dieses über 4 Mio.-Euro umfassendes Verfahren ist ein Musterbeispiel für das, was eine moderne Flurneuordnung heute alles leisten kann“. Dies gilt nicht nur für die gesamten Bau- und Sanierungsmaßnahmen in Scheidental, sondern auch für die Straßen-, Kanal- und Wasserleitungssanierung „Brunnenweg“, der derzeit ebenfalls mit einer finanziellen Förderung durch das Land Baden-Württemberg und durch das Regierungspräsidium Karlsruhe ausgebaut und einer grundlegenden Sanierung unterzogen wird. Wie Katharina Fertig als Sachbearbeiterin für Tiefbau in der Mudauer Gemeindeverwaltung im Rahmen einer personell eingeschränkten Vor-Ort-Begehung mitteilte, wies die Straße sehr große Schäden auf. Die Schadensbilder ließen darauf schließen, dass der Unterbau der gesamten Straße nicht den heutigen Anforderungen entspricht beziehungsweise nicht gewachsen ist. So wird nicht nur die Oberfläche saniert, sondern ein kompletter Vollausbau vollzogen. „Außerdem hat die Überrechnung des allgemeinen Kanalisationsplanes ergeben, dass die Kanäle im „Brunnenweg“ hydraulisch überlastet sind. Deshalb werden im Zuge des Vollausbaus auch die bestehenden Mischwasser- sowie Wasserversorgungsleitungen ausgewechselt“, betonte Katharina Fertig im Beisein von Dipl.-Ing. Oswald Gehringer vom Ing.-Büro Sack u. Partner aus Adelsheim sowie Bauleiter Stefan Beichert von der Firma Mackmull aus Muckental. Die Länge der Ausbaustrecke beträgt rd. 210 Meter. Dabei wird sich die Linienführung am bisherigen Bestand orientieren, da die örtlichen Verhältnisse keine nennenswerten Abweichungen zulassen. Vorgabe bei der Planung war daher, dass sich der Straßenbau innerhalb der jetzigen Grenzen bewegt. Die geplante Straßenbreite beträgt rd. 3,50 Meter bis rd. 5 Meter. Größtenteils erhält sie eine Breite zwischen rd. 3,80 bis 4.50 Meter, einschließlich der Rinne und der Bordsteine. Die bestehende Mischwasserleitung aus Beton wird vom Kreuzungsbereich der „Reisenbacher Straße / Brunnenweg“ und vom Kreuzungsbereich „Brunnenweg / Eberbacher Straße“ auf einer Länge von rd. 210 Meter gegen Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von 600 mm ausgewechselt. Zwischen den Anwesen „Brunnenweg“ 3 und 5 zweigt der Kanal durch einen Vereinigungsschacht, der einen Durchmesser von rd. 2 Meter hat, in südöstlicher Richtung ab in die freie Feldlage. Ab dem Vereinigungsschacht wird der bestehende Zuleitungskanal bis zum Regenüberlaufbecken, welches sich am Ortsende von Oberscheidental befindet, ebenfalls gegen Rohre mit einem Durchmesser von 800 mm ausgetauscht. Die Länge des Zuleitungskanals beträgt rd. 190 Meter. Im Zuge des Kanalbaues und unter Abstimmung mit den Stadtwerken Buchen, als Betriebsführer für die Wasserversorgung der Gemeinde Mudau, wird die Wasserleitung ebenfalls erneuert und erhält durchgängig einen Durchmesser von 100 mm, wodurch das Löschwasserangebot im Brandfall positiv beeinflusst wird. Die Bauausführung obliegt der Firma August Mackmull aus Muckental und die Bauleitung hat das Ing. Büro Sack & Partner aus Adelsheim. Die Baukoordination wird durch das Sachgebiet Bauwesen der Gemeinde Mudau vorgenommen und die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination unterliegt dem Ing. Büro Niemesch aus Mudau. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein.