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VdK Mudau feiert 60.Geburtstag

Mudau. Bereits neun Jahre vor der unvergesslichen Gründung des VdK-Landesverbandes am 15. Juni 1946 in der Stuttgarter Liederhalle, hatten sich 19 weitsichtige Frauen und Männer im Mudauer Gasthof ,,Zum Ochsen“ zur Gründung des Mudauer VdK-Ortsverbandes eingefunden.

"Hierbei wurde auch das verbreitete Gerücht über die so genannte Einfältigkeit der ländlichen Bevölkerung mehr als nur widerlegt, denn man war sich klar, dass die Folgen des 2. Weltkrieges aufgrund von Verletzungen und Behinderungen nur mit einem starken Partner im Hintergrund bewältigt werden konnten“, betonte Kreisverbandsmitglied Karl Butschek in seiner Festrede. Anlass hierfür war die gelungene Feierstunde des VdK Ortsverbandes Mudau im Bürgersaal des Rathauses zum 60. Geburtstag des VdK-Ortsverbandes Mudau. Nach einem nachdenkenswerten lyrischen Auftakt durch Margot Peterhänsel und Harald Grimm, konnte 1. Vorsitzender Franz Handl neben einer stattlichen Zahl von Mitgliedern und Gästen auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Ortsvorsteher Kurt Müller mit seinen Kollegen Hans Slama (Langenelz), Klaus Schork (Scheidental) und Franz Brenneis (Donebach) sowie Karl Butschek als Vertreter des Kreisverbandes und VdK-Vorsitzende mit ihren Teams aus Buchen, Walldürn und Karlsruhe begrüßen und ihnen für ihre Verbundenheit danken. Ein weiterer Willkommensgruß galt Elisabeth Sandel, die zusammen mit Margot Peterhänsel und Harald Grimm für eine ansprechende Umrahmung der Feierstunde sorgte. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger hob die Wichtigkeit eines starken Sozialverbandes, gerade in einer Zeit des ,,sozialbürokratischen Dschungels“ hervor, und bestätigte eine Entlastung der Gemeinde durch die Fachkompetenz des VdK bei den verschiedensten sozialen Berührungspunkten. ,,Nach den schwierigen Anfängen wurde es für den VdK eine Selbstverständlichkeit, auch für Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten , für Rentner und Senioren sowie für andere sozial benachteiligte Menschen einzutreten. Auch die Mudauer VdK-Familie entstand aus der Not der Nachkriegszeit“, sagte Karl Butschek in seiner Festrede. Gerade der Hartnäckigkeit der Gründungsmitglieder war es zu verdanken, dass so manches Kriegsopfer seine finanzielle Absicherung fand und Deutschland über viele Jahrzehnte ein absoluter Vorzeige-Sozialstaat wurde. Während die Mudauer heute mit Stolz auf knapp 200 Mitglieder blicken können, werde der VdK-Deutschland von fast 1,5 Mio. Mitgliedern getragen und bilde damit eine nicht zu übersehende Schlagkraft im Kampf um soziale Gerechtigkeit in Deutschland. Inzwischen gelte der VdK als echter Dienstleister um die Sicherheit der Renten, den Erhalt des solidarischen Gesundheitswesens und der gesetzlichen Pflegeversicherung, die Zukunft des Sozialstaates, die Arbeitslosigkeit und die zahlreichen Sparmaßnahmen in sozialen Bereichen. ,,Der Sozialverband VdK wird auch weiterhin das sozialpolitische Geschehen in Deutschland kritisch begleiten und mit gestalten“, sagte Karl Butschek. Nach ,,Kleine Schritte, kleine Frau“ von und mit Elisabeth Sandel oblag es Karl Butschek zusammen mit Franz Handl den Gründungsmitgliedern Willi Scholl, Heinrich Scholl und Kurt Bönig für ihre Treue und stete Einsatzbereitschaft im Ehrenamt und für die Mitmenschen mit der Goldenen Ehrennadel des VdK Landesverbandes mit eingravierter Zahl 60 sowie Ehrenurkunde und VdK-Uhr zu danken. Gerade diese Geehrten hätten maßgeblich dafür gesorgt, dass noch heute Hilfe- und Ratsuchende im VdK-Sozialverband einen verlässlichen und fachkundigen Ansprechpartner finden. Auf die obligatorischen Grußworte verzichtend, bat man dafür um Eintrag in das neue Gästebuch, das von Frau Schulz mit filigraner Kunst der Kalligraphie extra zu dieser Feierstunde kreiert wurde. (L.M.)