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Projektprüfungen der GHWRS Mudau

Mudau. Von wegen „unsere Jugend macht sich einfach keine Gedanken“ oder „die Jungen haben doch an nicht mehr Interesse außer Vergnügen und Handy“. Solche Sprüche wurden am vergangenen Freitag im Rahmen der Projektausstellung in der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule eindeutig und einhundertprozentig widerlegt.

Davon überzeugte sich neben zahlreichen Eltern und Interessierten auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, dem die einzelnen Projekte durch Rektor Roman Andres und Konrektor Walter Herkert – beide sichtbar stolz auf ihre Schüler – sowie den Projektbetreuern aus dem Lehrerkollegium näher gebracht wurde. Schon die freie Projektwahl zeigte, wie viel Gedanken sich die Schülerinnen und Schüler um Geschehnisse, Traditionen, historisch Begründetes oder ihr engstes Umfeld machen. Unter dem Titel „Landmaschinen“ hatten Tobias Geier, Artur Keller und Julian Scheibein nicht nur nahezu sämtliche Acker- und Wiesenmaschinen im Modell zusammen getragen und ihre Funktion z. B. in einem Sandkasten bildhaft gemacht, sondern sehr eindrucksvoll Informationen über Power-Point, Plakate und Beschreibungen zusammen gestellt. Das „World Trade Center“ beschäftigte Irena Scholl, Kerstin Kohl, Julia Schrimpf und Georg Keller sehr umfangreich. Angefangen von der Geschichte und der Nutzung der beiden Türme über deren zerstörendes Schicksall bis hin zu maßstabsgetreuen Modellen aus Holz und Papier, Filmausschnitten mit Eigenkommentaren sowie Bildern und Texten. Für „Hip-Hop“ interessierten sich Dounja Benalia, Marina Scheiermann und Sokaina Arnsarda, weil diese Musikrichtung sie angesprochen hatte. Tatsächlich konnten Dank dieser Projektstudie auch „Unbedarfte“ aufgrund der Geschichte die Faszination viel besser nachvollziehen, die Musik, Tanz und Mode nachhaltig beeinflusst hat. Aber damit nicht genug, hatten die drei auch noch einen Tanz – natürlich im passenden Outfit – einstudiert. Noch sportlicher ging es weiter unter dem Motto „Fußballturnier“, das sich Dominiqui Knapp, Holger Schüßler, Nico Pasour und Eugen Franz ausgesucht hatten. Da ging es um Aufbau und Größe des Fußballs, welcher für welches Alter geeignet ist ebenso wie um die Regeln des Fußballs. Es wurde von den Vieren ein außerordentlich ansprechender Pokal kreiert, der nach einem eigens organisierten Hallenfußballturnier mit den Klassen 3 und 4 an den Sieger überreicht wurde. „Japanische Sommerfeste“, vordringlich das „O-bon“ und das „Tanabate“ beschäftigten Nicole Lohrum, Ramona Förtig, Lisa Vifcerenko, Madlen Reichert und Maren Hauk. Und zwar von der Entstehung aus der Historie heraus über die Begründung und den Ablauf der Feste, die Traditionen, Kleidung und welche Speisen angeboten werden. Die Besucher wurden mit einem echten Kimono ebenso konfrontiert wie mit einem sogenannten Seelenbegleiter, leckerem Essen, der japanischen Sprache und umfangreichen Erläuterungen über Powerpoint. Im „Sologang“ setzte sich Ophélie Léonard mit dem Thema „Mode“ auseinander. Sie ergründete nicht nur den anstrengenden Tagesablauf eines Models, sondern auch die Modetrends früherer Zeiten, stellte Modedesigner unserer Tage und die Trends 2007/08 vor und präsentierte selbst kreiertes. Ganz anders, wenn auch nicht weniger faszinierend gestaltete sich das Thema „Badischer Odenwald“, dem sich Mathias Meixner, Jonas Schell, Kevin Heß und Christian Brenneis sehr eindringlich gewidmet hatten. Sie beleuchteten die Geschichte, angefangen beim Vulkan „Katzenbuckel“ über die Besiedlung des Odenwalds, über die Landwirtschaft. Der karge Boden, Gesteinsarten, traditionelle Anbaupflanzen und Sonderkulturen wie Erdbeeren und Tabak. Der Unterpunkt „Forstwirtschaft“ gab Erläuterungen zu den traditionellen Holzsorten, deren Verarbeitung, aber auch deren Schädlinge und Krankheiten. Und schließlich rundete das Thema „Tourismus“ mit Wildenburg, Limes und Geopark das Projekt gelungen ab. Es gab wohl keinen Besucher der Ausstellung, der nicht voll des Lobes und der Bewunderung über die „heutige Jugend“ war. (L.M.)