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Brunhilde Wasner wurde verabschiedet

Scheidental. Nach knapp 50 Jahren in den verschiedensten Bereichen der Gemeinde tätig, wurde Brunhilde Wasner nun im Rahmen einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung im Alten Rathaus Scheidental durch Ortsvorsteher Klaus Schork besonders gewürdigt und auf eigenen Wunsch in den wohlverdienten ,,Unruhestand“ verabschiedet.

Im Beisein von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger bezeichnete der Ortsvorsteher Brunhilde Wasner nicht nur als dienstälteste Bürgerin der Gemeinde, sondern zudem ihre Tätigkeiten als beispielhaft, pflichtbewusst und engagiert. Ihre gemeindlichen Tätigkeiten hatten am 1. April 1959 ihren Anfang genommen. Damals hatte sie die Nachfolge von Lina Schäfer, als Oma von Ortschaftsrat Vinzens Schäfer, angetreten. Die damaligen Zeiten seien mit der heutigen nicht vergleichbar, denn bei Tätigkeitsbeginn von Brunhilde Wasner war Scheidental noch eine eigenständige Gemeinde mit Bürgermeister Gottfried Wasner und Ratschreiber Gottfried Hofmann an der Verwaltungsspitze. Gewohnt habe sie damals im ehemaligen Spritzenhaus, das bereits abgebrochen ist, und der Schulbetrieb war noch in vollem Gange. Wie Klaus Schork weiter ausführte, habe Brunhilde Wasner in der Zeit von 1954 bis 1974 ihren Schwiegervater Bürgermeister Gottfried Wasner als unmittelbaren Vorgesetzten gehabt. Dieser habe nach der Gemeindeverwaltungsreform auch noch ca. 6 Wochen als Ortsvorsteher fungiert. Ab 16. Februar 1974 bis zum 7. Dezember 1999 war Artur Müller Ortsvorsteher und seit dem 8. Dezember 1999 übt nun Klaus Schork dieses Amt aus. Alle genannten Personen seien mit der Arbeit der Jubilarin zufrieden gewesen, denn besonders ausgezeichnet habe sie sich durch Pflichtbewusstsein und ihre Bemühungen, verantwortungsbewusst den Bereich um das Rathaus in Scheidental herum stets in bester Ordnung zu halten. Von der ursprünglichen Schulreinigung ging es weiter mit der Viehwaage, später dem Schulgarten, dem Kriegerdenkmal mit den vielen Kastanienbäumen, das Pflegen von zwei Gräbern im Friedhof, das Reinigen der Leichenhalle und das Vorbereiten und wieder Aufräumen bei Wahlen und Sitzungen. Hinzu kam noch das Aufhängen der richtigen Fahne bei diversen Anlässen in der richtigen Art und zum richtigen Zeitpunkt und Tag. Brunhilde Wasner habe viel Eigeninitiative ergriffen und so manche Tätigkeit zusätzlich erledigt, ohne dass dafür ein offizieller Auftrag vorgelegen habe. Besonders in den Anfangsjahren sei die Arbeit der Geehrten nicht immer einfach gewesen, denn zum Reinigen musste sie eigens heißes Wasser von zu Hause mitbringen und auch die 3 alten Ölöfen hätten so manche Überraschung parat gehabt. Wie Klaus Schork weiter ausführte, stand der Lohn in vielen Monaten nicht im Verhältnis zu dem großen Arbeitsaufwand, aber Scheidental sollte schließlich rund um das Rathaus bestens gepflegt erscheinen, so die Prämisse von Brunhilde Wasner. Für diesen Idealismus und die stets treue Arbeitsverrichtung zum Wohle der gesamten Gemeinde in den vergangenen 48 Jahren sagte der Ortsvorsteher namens der Bürger, dem Gemeinde- und Ortschaftsrat. Bürgermeister Dr. Rippberger schloss sich den lobenden Worten seines Vorredners an und bemerkte, dass er selbst noch nicht auf der Welt gewesen sei, als Brunhilde Wasner ihren Dienst in Scheidental angetreten hat. Dennoch wusste er die Treue und Zuverlässigkeit dieser Mitarbeiterin sehr zu schätzen, vor allem in dem Wissen, dass das Reinigungspersonal in der Anfangszeit das Putzmittel sogar selbst habe mitbringen müssen. Zusammen mit Ortsvorsteher Schork dankte er Brunhilde Wasner, sprach Anerkennung aus und überreichte Präsente. Ein persönlich gehaltenes Gedicht von Klaus Schork über Brunhilde Wasner bildete den Abschluss des offiziellen Teils der Ortschaftsratssitzung; passend natürlich, im Alten Rathaus. (L.M.)