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Steinbacher Martinskapelle würdig präsentiert

Steinbach. Als ganz besonderes Kleinod der Großgemeinde Mudau, genauer ihrem Ortsteil Steinbach, gilt die St.-Martins-Kapelle in Steinbach, und das seit mehr als 500 Jahren. Grund genug für Geopark-Vor-Ort-Führer Peter Baumbusch, dieser Kostbarkeit im Rahmen einer speziellen Führung besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Und die Idee wurde von über 80 Interessierten nur zu gerne aufgegriffen. Auf gut Deutsch herrschte zu Veranstaltungsbeginn ein „S....“-Wetter. Doch offensichtlich konnte das nicht einma Gäste aus Eberbach abschrecken. Peter Baumbusch gelang es aber auch hervorragend, historische Informationen anschaulich und bestückt mit zahlreichen Pointen zum Schmunzeln, zu präsentieren. Ob über die Entstehung Steinbachs oder über die Baugeschichte der 1494 erbauten Kapelle oder die Höhen und Tiefen der Pfarreientwicklung, die immerhin erst 1871 durchgesetzt werden konnte. Vorher gehörte Steinbach zu Hollerbach. Peter Baumbusch wusste aber auch Details, so z. B., dass die wunderschöne Renaissancekanzel der Kapelle in die neue Kirche übernommen wurde. Oder Einzelheiten zum Altar mit Seitenaltären aus der Riemenschneiderschule oder über die Kostbarkeiten im Außenbereich in Form eines Motivsteins sowie eines neu renovierten Trapezsteinsargs. Die Steinbacher sind stolz auf ihr Kapellchen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche, das heute wenigstens wieder bei Trauerfeiern und Beerdigungen genutzt wird, nachdem man sie nach dem 2. Weltkrieg zeitweise als Schreinerei missbraucht hatte. Doch der schlichte einschiffige spätgotische Bruchsteinbau wurde auch vom Denkmalamt als besonders erhaltungswürdiges Baudenkmal eingestuft. (L.M.)