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Kirchenchor Steinbach sucht neue Mitstreiter

Steinbach. ,,Mit Proben, Auftritten, Ständchen und Kirchengesang waren wir im vergangenen Vereinsjahr an insgesamt 59 Tagen für den Kirchenchor in Steinbach unterwegs. Außerdem haben unsere Frauen noch vier Beerdigungen gesanglich umrahmt“.

So Alois Landeck in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Kirchenchors Steinbach im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der ,,Cosmopolitan Lounge“. Eingangs seines Tätigkeitsberichtes dankte er allen, die sich um die Belange des Vereins eingesetzt hatten, besonders aber Chorleiter Gerhard Münch für seinen unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Klangkörpers und der gesamten örtlichen Gemeinschaft. Neben diversen Ständchen bei Geburtstagen sang der Chor am Ostermontag in der Kirche, umrahmte das 25jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Andreas Rapp, beteiligte sich am Festzug in Hettigenbeuern sowie am Götzenturmfest und unternahm einen erlebnisreichen Jahresausflug in das Altmühltal. Als weitere Aktivitäten nannte Alois Landeck die Geburtstagsfeier zum 70. von Chorleiter Gerd Münch, das Kirchturmfest, die Altenfeier, Teilnahme und Umrahmung des Volkstrauertages, das Adventssingen, Weihnachtsmarkt, die gesangliche und instrumentale Umrahmung des Hochamtes am 1. Weihnachtsfeiertag und das Singen bei den Senioren im Haus ,,Theresa“ in Steinbach. Zur Festigung der Kameradschaft fand ein Schinkenessen und ein Grillfest statt. Hinzu kamen noch einige Auftritte mit der Schola, die bei der Bevölkerung bestens ankamen. Eine Bereicherung des Chores sei auch die Begleitung durch Querflöte und Gitarre, sagte der 1. Vorsitzende. Die Werbeaktion zur Gewinnung neuer Mitglieder, vor allem für den Chor selbst, habe nicht den gewünschten und erhofften Erfolg gebracht. Zwar bekam der Verein zehn neue fördernde Mitglieder, aber leider keine Aktiven, wobei eine Verstärkung in der Tonlage Bass das Klangbild erheblich verstärken würde. Nach einem ausführlichen Bericht über die Aktivitäten des Kirchenchors durch die Schriftführerinnen Brunhilde Banschbach und Christa Herkert, konnte Kassiererin Silvia Schild über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichten. Heinrich Müller und Bernhard Fabrig bescheinigten ihr als Kassenprüfer eine einwandfreie Finanz- und Buchhaltung und der Vorstandschaft eine engagierte Vereinsführung. Seiner bitteren Enttäuschung über die Resonanz auf sein ehrenamtliches kirchenmusikalisches Engagement als Organist und Chorleiter, machte Gerd Münch deutlich Luft. Zwar habe die jüngste Werbeaktion des Klangkörpers erfreuliche zehn fördernde Mitglieder gewinnen können, doch beweise sich das beängstigende Desinteresse der Bevölkerung am Kirchenchor in der Tatsache, dass nicht ein neuer Sänger oder eine neue Sängerin den Weg zum Chor gefunden haben. „Für mich ist das eine ganz klare Abwertung meiner Tätigkeiten bei steigendem Anspruchsdenken derjenigen, die sich in keiner Weise in die Gemeinschaft einbringen“. Diese Art der Einstellung beschäftige und treffe ihn mehr als er je für möglich gehalten habe. „Vielleicht sollte bei einem stagnierenden Kirchenchor der Chorleiter sein Amt ebenso aufgeben wie das beispielsweise im Fußball mit Trainern schon Usus ist“, denn möglicherweise bringe ein neuer und junger Chorleiter wieder ganz neuen Schwung in den Klangkörper. Doch Münch betonte auch, dass er den Kirchenchor von sich aus nicht hängen lasse. Dennoch wolle er darauf aufmerksam machen, dass das Desinteresse der Steinbacher Bürger bisher verhindert habe, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen, wenn er die beiden Ämter wirklich nicht mehr ausüben könne. Neben seinen sehr ernst gemeinten Worten über die Gleichgültigkeit von Steinbacher Outsidern, lobte Chorleiter Gerhard Münch die Einsatzbereitschaft der meisten Sängerinnen und Sänger. Nachweislich müsse sich der kleine Steinbacher Kirchenchor bezüglich der Anzahl von Proben und Auftritten nicht hinter Spitzenchören verstecken. Leider habe aber die zeitweise Euphorie nachgelassen und stellenweise hätte er nur noch rd. 50% der aktiven Sängerschar bei den Proben begrüßen können. Sowohl 1. Vorsitzender Alois Landeck als auch sein Stellvertreter Otmar Farrenkopf sahen überhaupt keine Veranlassung, den „Klangtrainer“ nach Hause zu schicken. Man befürchtet im Gegenteil , damit den Sarg des Kirchenchores endgültig zu zumachen. Dies befürchtete auch Ortsvorsteher Georg Moser, der in seinen Grußworten das außergewöhnliche Engagement des Kirchenchores für die Gemeinde hervorhob. Des weiteren informierte er darüber, dass nach Willen der Vereine der Steinbacher Weihnachtsmarkt weiter bestehen würde. Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit erteilten die Mitglieder auf Antrag von Georg Moser der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung. Abschließend betonte Alois Landeck, dass der Kirchenchor derzeit über 32 aktive und 64 fördernde Mitglieder verfüge. Eine Anerkennung für fleißigen Chorbesuch erhielten: Gerhard Münch, Anneliese Trunk, Rosemarie Müller, Michael Müller, Christa Herkert, Rosemarie Haibt und Alois Landeck (0-3 Fehltage), Silvia Schild, Edwin Farrenkopf und Carina Müller (4-6 Fehltage) sowie Brunhilde Banschbach, Brigitte Fabrik, Bettina Banschbach, Stefanie Link und Marion Link (7-10 Fehltage). (L.M.)