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Datenflut in der "Digitalen Gegenwart"

Mudau. (lm) „Soziale Medien: Twitter, Facebook und WhatsApp – was ist das? Wie sieht das aus und wie funktioniert das? Und was muss ich eigentlich beachten, um nicht abgezockt zu werden?“ Diese und weitere Fragen beantwortete Karin Thomas-Martin von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in der Auftaktveranstaltung zum Thema „Digitale Gegenwart“ des Mudauer Arbeitskreises „Demographischer Wandel“. Keine Frage: Es hat sich auch in älteren Generationen längst herumgesprochen, dass man heute keine Briefe mehr schreibt, sondern Twitter, Facebook, WhatsApp und andere soziale Medien nutzt, um seinen Freunden eine Nachricht zukommen zu lassen oder in der Öffentlichkeit seine Meinung zu verbreiten. Aber nur sehr wenige dieser Generation können sich das wirklich genau vorstellen oder gar selbst mit all diesen Dingen umgehen, von denen junge Leute wie selbstverständlich Gebrauch machen. Entsprechend interessiert war das Publikum im Bürgersaal des Mudauer Rathauses, das Hans Slama als Vorsitzender des Arbeitskreises „Demographischer Wandel“ zu dem Vortrag „Soziale Netzwerke - über Facebook, Twitter und Whatsapp“ begrüßen konnte. Da die Verbraucherzentrale ihre Aufgabe in der Vertretung von Verbraucherinteressen sieht, konnte man bei der versierten Referentin sicher sein, unabhängig und neutral über die Vor- und Nachteile, aber auch die Risiken und Gefahren der sozialen Medien informiert zu werden. Es gelang Karin Thomas-Martin, ihren Vortrag sehr anschaulich mit Beispielen von Internetseiten über die faszinierenden Kommunikationsmöglichkeiten zu untermalen, die die digitale Welt für ihre Nutzer bereithält. Gleichzeitig demonstrierte sie anschaulich, wie man Nachrichten in Sekunden verschicken oder mit vielen Leuten gleichzeitig in Kontakt treten kann oder auch wie man sehen kann, mit was sich andere so beschäftigen. Und ihr Publikum staunte nicht schlecht: Kaum ein Zeitschriftenartikel über Prominente, über Politiker, Stars oder Sternchen, in dem nicht von deren neuesten Twitter-Meldungen die Rede ist. Wie die Referentin weiter aufzeigte, kann z.B. Twitter auch für den Normalbürger interessant sein, weil über Belanglosigkeiten hinaus nützliche und hilfreiche Meldungen verbreitet werden können, wie beispielsweise wenn die Polizei damit Gefahrenhinweise für bestimmte Standorte verschickt und damit schnell und unmittelbar die Menschen erreicht. Kaum eine Nachrichtensendung, in der nicht auf die Facebook-Seite der jeweiligen Rundfunkanstalt hingewiesen wird, wo man sich zum gerade verhandelten Thema weitere Nachrichten und Informationen abholen kann. Der Vortrag von Karin Thomas-Martin veranschaulichte deutlich, was man mit dem Medium Facebook so alles machen kann: was es heißt, wenn dort von „Freunden“ die Rede ist oder von „Freunden von Freunden“. Aber auch, dass Facebook längst nicht mehr nur privat genutzt, sondern dort mit kommerziellen Angeboten auch Geld verdient wird. Und - nicht alles, was kostenlos zu haben ist, ist auch umsonst. So hat die Referentin klargemacht, dass Nutzer nicht nur mit Werbung überschüttet werden, sondern mit ihren persönlichen und zum Teil auch intimsten Daten „bezahlen“. Hier hat sie dann auch nicht mit Tipps gespart, wie man seine Daten schützen kann und unbedingt auch schützen sollte. Und sie hat auf Kostenfallen hingewiesen und vor den Tricks der großen und kleinen Cyber-Kriminellen gewarnt. Der letzte Teil des Vortrags galt den Messenger-Diensten. Wie man auch dort sein persönliches Profil einstellen, Nachrichten versenden und empfangen, Fotos oder Videos hochladen oder übers Internet telefonieren kann. Aber auch hier hat die Referentin den Hinweis auf den Schutz der persönlichen Daten nicht ausgelassen. Bezeichnend vielleicht, dass Facebook, zu dem WhatsApp seit einiger Zeit gehört, entgegen früherer Versprechungen sich auch der in WhatsApp anfallenden persönlichen Daten bedient. Da war es gut zu hören, dass es zu diesen „digitalen Riesen“ noch Alternativen wie etwa Threema gibt, die nutzen kann, wer seine Daten nicht an die digitalen Großkonzerne geben will. Und am Ende des mit Informationen und nützlichen Hinweisen gespickten Vortrags bekamen die Zuhörer noch einige Tipps für den sicheren Umgang mit dem Smartphone mit auf den Weg.