Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Bäder- und Reha-Radtour machte "Boxenstopp" in Waldleiningen

Waldleiningen. (lm) Auch wenn Schloss Waldleiningen Handytechnisch „Am Ende der Welt“ zu liegen scheint, so bleibt es laut Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger doch zweifelsfrei das „Zentrum des Odenwaldes“. Und von der malerischen Schönheit dieser besonderen Reha-Klinik und ihrer Umgebung konnten sich die rd. 65 Teilnehmer der 8. Bäder- und Reha-Radtour gleich am ersten Tourtag und ca. 90 Kilometer nach ihrem Start in Bad Rappenau persönlich überzeugen. Wobei dieser durchdachte „Boxenstopp“ mit dem herzlichen Empfang durch Seine Durchlaucht Andreas Fürst zu Leiningen, Ihre Königliche Hoheit Alexandra Fürstin zu Leiningen, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Chefarzt Dr. Gregor Blömer für alle sicher unvergesslich bleiben wird. Besonders aber für Marco, der seinen Kakao von Ihrer Königlichen Hoheit persönlich eingeschenkt bekam und für „Tourinitiator“ Hubert Seiter, Chef der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, der an diesem Tag seinen 65. Geburtstag feiern konnte und ein Ständchen von einem mindestens 80 köpfigen Chor genießen konnte. Er ist der Meinung, dass die Rückkehr in den Job und damit auch in die Gesellschaft und ins Leben mit guter fachlicher medizinischer Unterstützung bei einer Reha und der notwendigen Willenskraft des Einzelnen kann nach einem Unfall oder einer Krankheit gelingen kann und demonstriert das mit dieser Tour unter das Motto „Gemeinsam aufs Rad ist geradelte Inklusion“. Die Schirmherrschaft übernimmt aus Überzeugung der Deutsche Krebsverband, denn wie erfolgreich „Reha made in Germany“ sein kann, beweisen einige der Tourteilnehmer, denen nach Krebserkrankungen oder auch nach schweren Unfällen eine Reha nun wieder ermöglicht, Sport zu treiben und an der Tour teilzunehmen. Es war ein unglaublich fröhlicher Tross aus Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken und Gesunden, der da gemeinsam mit Rädern, Handbikes, Trikes und manchmal auchwSpezialanfertigungen in Schloss Waldleiningen ankam, dessen Historie Andreas Fürst zu Leiningen in Kurzform erläuterte. Dabei wurde bekannt, dass das Haus im Krieg als Lazarett diente, 1956 als Krankenhaus und 1961 von der LVA als psychosomatische Fachklinik anerkannt worden war. Damals waren 140 Patienten in 8-Bett-Zimmern allein im Schloss untergebracht. 1974 wurde in einem überaus durchdachten architektonischen Plan der Südflügel mit Einzelzimmern und 1990 der moderne Ostflügel angebaut. Heute kann dieses besondere Familienunternehmen, dessen Leitung Fürst Andreas an seinen Sohn Prinz Ferdinand übergeben hat, seine Patienten in 102 Einzelzimmern unterbringen. Chefarzt Dr. Blömer hob den therapeutischen Vorteil des Nicht-Handyempfangs aufgrund der geografischen Lage hervor und Bürgermeister Dr. Rippberger die Vielfältigkeit der Gemeinde Mudau, in der 5.000 Einwohner sich auf 100 Quadratkilometern ausdehnen dürfen, alles haben, was sie brauchen – manchmal eben auch „ihre Ruhe“ in Schloss Waldleiningen, das sich außerdem in die Riege der großen Arbeitgeber der Gemeinde einfügt. Dr. Hubert Seiler bemerkt abschließend des kurzweiligen „Boxenstops“ bei kalten Getränken, Kaffee und Kuchen: „Seien Sie stolz auf dieses tolle Haus. Wir werden sie im Auge behalten“. Sprachs, schwang sich auf’s Rad und motivierte seinen Trupp, es ihm gleich zu tun. Weiter ging es zur letzten Etappe an diesem Tag nach Amorbach. Doch unterhalb der Schlosswiese hielten alle noch einmal an, um den wunderschönen Blick aufs Schloss zu genießen und einem Nachzügler, der quer über die Wiese gedüst kam zu applaudieren. Die Tour wird am 5. September in Bad Rappenau wieder zu Ende gehen. Interessierte finden ein „Tourtagebuch“, Pressebilder und weitere Informationen rund um die 8. Bäder- und Rehatour im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bw.de