Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Siedler- u. Gartenfreunde Mudau sind mit Landesverband unzufrieden

Mudau. (lm) Kontroverse Diskussionen zwischen Verein und Landesverband mit dem Ergebnis, dass man im Herbst in einer weiteren Versammlung über eine Trennung entscheiden werde, kennzeichneten den Verlauf der Jahreshauptversammlung der Siedler- und Gartenfreunde Mudau im Gasthaus „Zur Rose“. Dem 1. Vorsitzenden Günter Neumann oblag es zuvor die Mitglieder, BM-Stellvertreter Franz Brenneis, stv. Ortsvorsteher Jürgen Friedel, Landesgeschäftsführer Axel Ackermann und Lydia Klosowski als Mitglied des Landesverbandes zu begrüßen. In den Grußworten wurde die Arbeit des 174 Siedlerfamilien umfassenden Vereins zugunsten der Gemeinde gewürdigt und die vielfältigen Aktivitäten wie z.B. Aufstellung von Ruhebänken, Internetschulung oder Schnittkurse hervorgehoben. Außerdem gab es Anregungen wie Kinder und Jugendliche besser an die Natur herangeführt werden könnten. Zur Freude der Anwesenden konnte der Gemeinschaftsleiter langjährige und verdiente Mitglieder für ihre Treue zu den Siedler- und Gartenfreunden Mudau auszeichnen. Für 50jährige Mitgliedschaft erhielt Ernst Donig die Ehrennadel in Gold und ebenfalls mit Gold und der eingravierten Jahreszahl 40 wurden Horst Ruef, Gerhard Münch, Walter Krey, Gottfried Hofmann und Otmar Noe geehrt. Des Weiteren konnten mit der Goldenen Ehrennadel für 25 Jahre treue Verbundenheit Günter Benig und Bernhard Schüßler gewürdigt werden. In diesem Zusammenhang dankte Günter Neumann nicht nur den Jubilaren sondern allen, die sich im Berichtszeitraum für die Belange des Vereins eingesetzt hatten, besonders aber den Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Resümierend auf die Aktivitäten erinnerte er neben den Vorstandssitzungen und kreisweiten Veranstaltungen an den gelungenen Ausflug nach Tübingen, an die Teilnahme am Laurentiusmarkt und an das Helferessen in der „Pfalz“. Weiter an die Präsenz bei Festen befreundeter Vereine im Kreis Buchen und in Wertheim, den Besuch bei Jubiläen, Geburtstagen und Beerdigungen, sowie an den geselligen Abschluss des Siedlerjahres in der Besenwirtschaft in Großheubach. Im ergänzenden Bericht von Schriftführerin Liane Merkle wurde nicht nur das große Engagement und Zuverlässigkeit von Stellvertreterin Karin Neumann gewürdigt, sondern auch das Schmücken von Oster- und Weihnachtsbrunnen lobend hervorgehoben. Leider müsse man aufgrund der Zerstörungswut einiger Mitbürger auf das Schmücken des Osterbrunnens künftig verzichten. Schatzmeister Karlheinz Schacht berichtete über ein zufriedenstellendes Jahresergebnis, obwohl die Ergebnisse von Kaffeebar und Hähnchenstand beim Laurentiusmarkt mehr als ernüchternd waren. Kreisfachwart Josef Püchner berichtete über die mit Kollege Norbert Rippberger durchgeführten Schnittkurse, intensive Weiterbildungen und weiteren Aktivitäten, ehe die Frauengruppe feststellte, dass bei ihnen alles im „grünen Bereich“ sei, sie aber die Kaffeebar am Laurentiusmarkt nicht mehr besetzen werden. Da die Kassenprüfer Ingrid Lenz und Rolf Link keine Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung. Gemeinschaftsleiter Günter Naumann gab ausblickend bekannt, dass der PC-Kurs für Senioren vom Heimat-und Verkehrsverein sowie von den Siedler- und Gartenfreunden finanziert werde und am 13. April an sechs aufeinanderfolgenden Montagen beginne. Anmeldungen bis 7. April bei Hans Slama, der auch als Sprecher des Arbeitskreises „Demographischer Wandel“ für das Zustandekommen verantwortlich zeichnet und den Senioren dringend empfahl, sich in Sachen Internet nicht „abhängen“ zu lassen. Und dann wurde es bei den beiden letzten Punkten – wie erwartet – überaus diskussionsträchtig als Günter Neumann fragte „sollen wir den Laurentiusmarkt weiter beschicken?“ und „Bleiben wir im Landesverband Wohneigentum?“. Während die erste Frage aufgrund der Überalterung der Aktiven und der einleuchtenden Erläuterung durch Herbert Knapp relativ schnell und mit nur 2 Enthaltungen geklärt war und für Nachfolgegenerationen offen ließ, sich auf Wunsch wieder am Laurentiusmarkt zu beteiligen, prallten die Meinungen der Mudauer Ortsgruppe und der Vertreter des Landesverbandes bei der letzten Frage doch heftig aufeinander. Während die einen meinten, „Wir haben zu wenig vom Landesverband, als dass wir die angedachten Betragserhöhungen (4,80 ab 2016, weitere 6,00 ab 2018) akzeptieren können. Derzeit verbleiben von 30 Euro Mitgliedsbeitrag nur 4,80 Euro bei der Ortsgruppe. Um die Erhöhung des Landesverbandes auffangen zu können, müsste man zunächst auf 36 und dann auf 42 Euro erhöhen. Dann erläuterte Karl-Heinz Schacht, weshalb ihm die Geschäftsstelle in Karlsruhe zu weit weg sei und Herbert Knapp fragt deutlich: „Was würde dem Landesverband passieren, wenn die Beitragserhöhung nicht durchgeht?“. Als Argumente der Mudauer Siedlerfreunde war zu hören: Wir alle sind aus dem Alter heraus, eine Bauhaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen zu wollen und die Grundstückshaftpflicht ist bei Einfamilienhäusern durch die privater Haftpflichtversicherung abgedeckt. Auch das neue „Familienheim und Garten“-Heft werde von lediglich 2 Anwesenden gerne gelesen. Gemeinschaftsleiter Neumann zählte alle Vor- und Nachteile auf, und sah als Alternative, dass die Siedler- und Gartenfreunde sich vom Landesverband lösen, ihren Beitrag senken und bestimmte Vergünstigungen aus der eigenen Kasse mittragen. Lydia Klosowski betonte den solidarischen Gemeinschaftsgedanken, der unter Siedler herrschen sollte und Landesgeschäftsführer Ackermann griff die vorgeschlagene Strukturänderung auf, an der man z.B.mit Hilfe der Einrichtung dezentraler Beratungszentren arbeite. Die jedoch Geld kosten. Auch verwies er noch einmal auf die Vorteile, die der Landesverband biete und die jedes Mitglied gerne noch einmal der Verbandszeitung entnehmen könne. Weitere Pro-/Contra-Punkte sollen zusammengestellt und im nächste Mitgliedsheft mit ausgeteilt werden. Jedes Mitglied könne für sich selbst entscheiden und das Ergebnis bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im September kundtun. Mit dem Ausblick, dass der Verein eine stabile Sitzgruppe an einem markanten Punkt im Ort aufstellen möchte und die Spielgerätespende für den örtlichen Kindergarten bereits in der Planungsphase sei, beendete Gemeinschaftsleiter Günter Naumann die Versammlung.

RSS-Feed

Beiträge März 2015