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„Wir liegen voll im Rahmen der Mittel“

Baumaßnahme in Scheidental: Die Abnahme des Straßenausbaus sowie der Ableitung von Oberflächen- und Quellwasser erfolgte

Mudau. Zu einer zweiten Bauabnahme in der Gemeinde Mudau kam es in dieser Woche am Donnerstagvormittag in Scheidental. Dazu trafen sich Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Scheidentals Ortsvorsteher Klaus Schork und die beteiligten Firmen, so wie die Investoren.
Bei der Baumaßnahme, die von Juli 2013 bis Juli 2014 ausgeführt wurde, handele es sich genau genommen um drei Projekte, wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger zu Beginn seiner kleinen Rede erklärte.
So wurde zum einen die Ortsstraße Auerbacher Weg komplett ausgebaut, inklusive Kanal- und Wasserleitungssanierung.
Zum anderen wurden die Außengebietswasserableitung verlegt und schließlich die Quellwasservorkommen im Bereich des Rathauses aus dem Mischwasserkanal herausgenommen.
Der erste Entwurf zur Sanierung und Vervollständigung der Abwasseranlagen in Scheidental war schon in dem Jahr 1991 aufgekommen, so Horst Rieß von der Bauleitung.
Maßnahme war gewünscht
Die Umsetzung dieser Projekte sei allerdings erst mit dem Entschluss zur Durchführung des Flurneuordnungsverfahrens in Scheidental ermöglicht worden.
„Diese Maßnahme war auch von den Scheidentalern gewünscht. Zu unserer Freude konnte das anstehende Projekt der Oberflächenwasserableitung im Zuge des Straßenausbaus im Auerbacher Weg dann realisiert werden“, so Rippberger am Donnerstag.
Hierbei wurde eine circa 315 Meter lange Oberflächenwasserleitung, beginnend oberhalb der Ortslage im Auerbacher Weg und der Reisenbacher Straße bis zum Brunnenweg verlegt. Von dort aus gelangt dieses Wasser im offenen Gerinne bis zum Elzbach, so Rippberger.
In einer weiteren Leitung, die im Gehweg der Reisenbacher Straße verlegt ist, wird nun auch das Quellwasser aus weiteren Quellschüttungen in den neuen Oberflächenwasserkanal eingeleitet. Dieses unbelastete Wasser floss seither zusammen mit dem Schmutzwasser im Freispiegelsammler bis nach Langenelz, wurde von dort aus in das Ortsnetz von Mudau gepumpt und durchlief den Reinigungsprozess in der Mudauer Kläranlage. Mit der Realisierung dieser Maßnahme werden Pump- und Reinigungskosten in hoffentlich spürbarem Rahmen eingespart, erklärte der Bürgermeister.
Der Komplettausbau der Ortsstraße Auerbacher Weg mit einer Regelbreite von 4,50 Metern erfolgte auf einer Länge von 185 Metern. Der sich anschließende Feldweg wurde auf einer Länge von rund 120 Metern ebenfalls saniert, sagte Rippberger, der sich über das neue Ortsbild in Scheidental freute: „So konnten wir das Dorf auch im Bereich Straßenbau auf die Höhe der Zeit bringen.“
Die teilweise aus dem Jahr 1913 stammende Wasserleitung wurde zuvor ausgetauscht. Gleichzeitig wurden zusammen mit Verkabelungsarbeiten der Netze BW die Überspannungen der Straßenbeleuchtung durch erdverkabelte Kandelaberleuchten, größtenteils mit LED-Beschickung, im Auerbacher Weg und teilweise in der Reisenbacher Straße und der Eberbacher Straße ersetzt.
„Als Abschluss der Baumaßnahme wurde eine Deckenerneuerung in der Reisenbacher Straße durchgeführt“, sagte der Rathauschef zum Ende seiner Ansprache. „Ich bin sehr zufrieden mit der Finanzierung der Maßnahme. Wir liegen voll im Rahmen der Mittel und können auf ein gutes Ergebnis schauen“, freute sich Rippberger.
Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf 610 000 Euro: 155 000 Euro Straßenbau, 12 000 Euro Straßensanierung, 27 000 Straßenbeleuchtung, 180 000 Euro Oberflächenwasser, 102 000 Euro Quellwasser, 65 000 Euro Kanalsanierung, 67 000 Euro Wasserleitung. Bezuschusst wurde das Projekt mit knapp 350 000 Euro von der Wasserwirtschaft.
„So eine tolle Maßnahme ist sehr notwendig und unterstützen wir gerne“, sagt Bernhard Heidingsfelder vom Landratsamt. Die Flurneuordnung beteiligte sich mit 100 000 Euro, so Manfred Wiener.
Zufriedener Ortsvorsteher
„Das Projekt in solcher Form war nur durch die zahlreichen Zuschüsse möglich und bedeutet für Scheidental eine enorme Aufwertung“, stellte Ortsvorsteher Klaus Schork klar.
Die Bauausführung hatte neben Netze BW die Firma HF-Bau aus Limbach inne.
Das Ingenieurbüro Niemesch in Mudau war für Koordination, Sicherheit und Gesundheitsschutz verantwortlich.

Text/Foto: Ronja Straub, Fränkische Nachrichten