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„Wir freuen uns, dass wir so weit gekommen sind“

Ausbau des Römerweges in Schloßau: Bürgermeister und Ortsvorsteher zufrieden mit dem Ergebnis

Mudau. „Was anfangs nur als kleine Maßnahme geplant war, wurde als eine viel größere Aktion beendet“, so Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger gestern bei der Abnahme der Baumaßnahme „Römerweg Schloßau“.
„Eigentlich war lediglich die Aufdimensionierung des Kanals im Römerweg geplant. Dieses Projekt weitete sich allerdings auf einen Neubau der Straße aus“, betonte der Rathauschef. Zunächst sollte bei der Dimensionserhöhung des Kanals im Römerweg und teilweise in der „Neuen Straße“ von 300 auf 500 bis 700 Millimeter auch die aus dem Jahr 1913 stammende Wasserleitung ausgetauscht werden.
Die Abwasserentsorgung des Baugebietes „Burggewann“ oberhalb des Römerwegs sei über die Abwasserleitung in dieser Ortsstraße gewährleistet, erläuterte Dr. Rippberger den Hintergrund der Maßnahme. Aber es sei klar gewesen, dass mit fortschreitender Bebauung dieses Baugebiets der Kanal im Römerweg nicht mehr in der Lage sein wird, das Abwasser schadlos für die unterliegenden Wohnhäuser weitertransportieren zu können. Und nachdem das Baugebiet in Schloßau gut angenommen wird und dort zwischenzeitlich 14 neue Wohnhäuser entstanden sind, war es notwendig, die Abwasserbeseitigung diesen Gegebenheiten anzupassen.
Auf Wunsch des Schloßauer Ortschaftsrates kam es dann jedoch zum Straßenneubau und damit zu einer weitaus umfangreicheren Baumaßnahme. Die meisten Grundstückseigentümer, so der Bürgermeister weiter, hätten sich schnell bereiterklärt, das entsprechende Gelände für die neue Straße zur Verfügung zu stellen.
Im Zuge der Maßnahme wurden zum einen eine Scheune abgerissen und eine Stützmauer, die an der betroffenen Straße stand, zurückgesetzt. „Jetzt, wo alles fertig ist, sind wir sehr zufrieden mit unserer neuen Straße“, sagte ein Anwohner bei der Abnahme am Mittwoch.
Straßenbeleuchtung erneuert
Zur Baugeschichte: Der erste Bauabschnitt, der sich in dem Bereich bewegt, wo auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zu erneuern waren, wurde in Verbindung mit den mit den Unterflurarbeiten von August 2013 bis Mai 2014 realisiert.
Die Straße, die ursprünglich nur über eine Breite von zwei bis 2,40 Meter vermessen war, wurde mit einer Regelbreite von 3,50 Metern ausgebaut. Zudem sind nun auch überfahrbare Ausweichflächen für den Begegnungsverkehr vorhanden.
Zusammen mit der „Netze BW“ wurde die Straßenbeleuchtung erneuert und von Überspannungsleuchten auf Kandelaberleuchten mit LED-Bestückung umgestellt.
Auch in der Ortsstraße „Alter Weg“ wurden in diesem Zusammenhang Freileitungen durch Erdkabel ersetzt. Bürgermeister Rippberger dankte zum Abschluss seiner Ausführungen den Firmen HF Bau GmbH und Netze BW: „Was vorher mancher nicht geglaubt hatte, wurde jetzt doch möglich. Wir freuen uns, dass wir so weit gekommen sind.“
Auch der Schloßauer Ortsvorsteher Herbert Münkel bedankte sich bei allen Anwesenden: „Wir sind sehr zufrieden mit der Maßnahme und für die Anwohner hat es sich schließlich auch rentiert.“
Die Gesamtaufwendungen der Baumaßnahme betragen 341 000 Euro: Kanalisation 148 000 Euro, Wasserleitung 45 000 Euro, Straßenbau 118 000 Euro, Straßenbeleuchtung 20 000 Euro und Grunderwerb/Vermessung 10 000 Euro.
Dafür gab es knapp 95 000 Euro Zuschüsse aus dem Topf der Wasserwirtschaft.
Zuschuss vom Landratsamt
„Wir sind froh, wenn es zu einem solchem Ausbau kommt. Deshalb haben wir diesen auch mit 72 Prozent sehr gerne gefördert“, so Bernhard Heidingsfelder vom Landratsamt. Horst Rieß vom Ingenieurbüro Sack & Partner aus Adelsheim, das die Bauleitung innehatte, zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Das neue Bild der Straße bestätigt, dass es ein gelungenes Werk ist. Wir sind sehr froh, dass die Arbeiten so gut gelaufen sind.“
Für die Koordination der Sicherheit und für den Gesundheitsschutz zuständig war das Ingenieurbüro Niemesch aus Mudau.

(Foto/Text: Ronja Straub, Fränkische Nachrichten)