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Imkereibedarf Ernst Wagner eröffnet

Mudau. Im Beisein zahlreicher Gäste und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Vertreter des Gemeinderates, die Geistlichen Pfarrer Andreas Rapp und Ortwin Engler, die Architekten Oswald und Uwe Ristl sowie Vertreter der Banken, Gewerke, Schulen, seiner Belegschaft aus Rumänien, ehemalige Lehrerkollegen und natürlich zahlreiche Freunde und Familienmitglieder eröffnete Ernst Wagner offiziell im Mudauer Gewerbegebiet Stöckig seinen Lebenstraum, den „Imkereibedarf Wagner“.

Dabei dankte er allen, die ihm bei der Erfüllung dieses Lebenstraumes so fest und treu zur Seite gestanden haben. In seinen Ausführungen über den persönlichen und geschäftlichen Werdegang wurde deutlich, dass die Leidenschaft für die Imkerei, verbunden mit dem Wunsch, diese wirtschaftlich zu betreiben, eigentliche Grundlage der Firmengründung vor über 20 Jahren war. Ein Grund für Ernst Wagner, sich seit 1980 intensiv mit der Königinnenzucht zu beschäftigen und einen Weg zu finden, kompatiblen, qualitativ hochwertigen und doch preislich vernünftigen Imkereibedarf anzubieten. 1998 suchte er sich schließlich 1998 in Rumänien eine Firma, die nach seinen Plänen genormte Bienenkästen in guter Qualität herstellen sollte. „In Deutschland gibt es unzählige Größen, fast so, als würde jeder sein eigenes Süppchen kochen. Ansonsten findet man weltweit nur 2 Maße, und mein Ziel war es, die Imkerei wirtschaftlicher und produktiver zu gestalten. Da ich mit der Qualität der beauftragten Firma nicht zufrieden war, gründete ich in Rumänien meine eigene Produktion.“ Heute arbeiten dort über 50 erfahrene Arbeiter. Vor einem Jahr hat sich Ernst Wagner vom Lehrdienst beurlauben lassen, da ihn die Arbeit mit dem Imkereibedarf förmlich überrollte. Und neben den genormten Bienenkästen setzte er auch andere Ideen in die Tat um. So z. B. eine vollautomatische Schleuderstraße für Imkereien mit mehr als 200 Völkern. Diese Schleuderstraße führt er in Mudau vor. Sie wird in Deutschland nach seinen Plänen gearbeitet. Doch natürlich bietet der Imkereibedarf Wagner nicht nur Eigenprodukte, sondern alles an, was das Imkerherz begehrt. Weltweit kompatible Systeme für Königinnenzucht oder zur Überwinterung, Rahmen, mechanische Waagen für die Bienenkästen im Freien bis 150 kg, aber auch Futtermittel, Honiggläser, Mittelwände u.v.m. Bisher liefert Ernst Wagner rd. 50 Prozent seiner Ware nach Deutschland, der Rest geht nach Luxemburg, Frankreich und in die Schweiz. In kleinerem Umfang auch nach Österreich. Sein Ziel ist es, ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis anzubieten, denn „der beste Schreiner kann keine Bienenkästen bauen, wenn er kein Imker ist.“ Uwe Ristl vom Buchener Architektenbüro Oswald Ristl erläuterte den praktischen und funktionalen Bau mit seiner innovativen Anlagetechnik und lobte den Mut und den weitsichtigen Unternehmergeist von Ernst Wagner ebenso wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, der Ernst Wagner als typischen Europäer bezeichnete, dessen Pläne in Mudau auch durch das ELR2-Programm für förderungswürdig befunden worden seien. Er überreichte den Wandteller der Gemeinde Mudau und betonte: „Mit dieser Eröffnung erfährt die Imkerei, die seit Jahrzehnten im Odenwald beheimatet ist, einen Aufschwung. Bevor Pfarrer Ortwin Engler und Pfarrer Andreas Rapp dem imposanten Gebäude und den darin arbeitenden Menschen den kirchlichen Segen gaben, verlas Eugen Stehle die Glückwünsche von Ewald Hülsmann, 1. Vorsitzender des Badischen Landesverbandes Badischer Imker. Dem Eröffnungsabend folgten zwei Tage mit ausgesuchten Fachvorträgen und erstaunlicher Resonanz. (L.M.)