Schriftgröße: a a a | SitemapDatenschutz | Impressum | Kontakt
Seite drucken

Krankenverein Mudau leistet unverzichtbare Seelsorge

Mudau. (lm) Zum einen versteht sich der Krankenpflegeverein Mudau als wichtiger und unverzichtbarer Bereich der Vernetzung fachlicher Hilfe mit dem Grundauftrag der Pfarrgemeinde in der Sorge für alte und kranke Menschen, zum anderen sieht er in der Hilfe für den Nächsten nach wie vor die Uraufgabe der christlichen Gemeinde. Deutlich wurde dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrhaus Mudau, in deren Mittelpunkt die Verabschiedung der langjährigen Schatzmeisterin Martha Link sowie Neuwahlen zur gesamten Vorstandschaft standen. Mit einer kurzen Andacht, die die Bruderschaft und Bruderhilfe durch Caritas und Diakonie einschloss, eröffnete Pfarrer Werner Bier den Abend, bevor 1. Vorsitzender Rainer Müller die vergangenen fünf Jahre seit der letzten Sitzung kurz Revue passieren ließ. Obwohl man sich inzwischen zu einem überwiegend stillen Verein gewandelt habe, sei der 216 Mitglieder starke Verein den ihm übertragenen Aufgaben christlicher Nächstenliebe nachgekommen und habe seine Daseinsberechtigung mehr denn je unter Beweis gestellt. Dennoch müsse sich auch der Mudauer Krankenpflegeverein Gedanken über eine mögliche Reformierung machen und neben dem Zweig der christlichen Nächstenliebe, auch pflegerische und hauswirtschaftliche Grundangebote bereitstellen, um Bereiche abdecken zu können, die nicht in der Pflegeversicherung abgedeckt seien und die der Wahrung des hohen fachlichen Niveaus der Sozialstationen dienen, die man pro Kirchenmitglied mit einem Euro unterstützte. Und das bei einem Mitgliedsbeitrag von 8 Euro je Einzelperson bzw. 16 Euro je Familie. Wie Rainer Müller weiter ausführte, sei eine der Hauptaufgaben der aktiven Mitglieder, Zeit zu haben für kranke und alte Menschen als Bereicherung der fachlichen Pflege in Dienstleistungen, die nicht nach Zeiteinheiten abgerechnet werden müsse, und als unverzichtbare Seelsorge. Hierbei sei vor allem die Sterbe- und natürlich die anschließende Trauerbegleitung sowie die Unterstützung, Begleitung und Entlastung von pflegenden Angehörigen im Fokus des Vereinswirkens. Über eine immer noch zufrieden stellende Finanzlage konnte Kassenverwalterin Martha Link berichten, der die Kassenprüfer Renate Kolb und Manfred Scheuermann eine gewohnt einwandfreie Kassenführung bescheinigten, worauf Kasse und Vorstandschaft – auch als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit – einstimmig entlastet wurden. Ebenso einstimmig fielen die Neuwahlen zur gesamten Vorstandschaft unter Wahlleitung von Pfarrer Bier aus: 1. Vors. Rainer Müller, 2. Vors. Magdalena Pasour, Schriftführer Erwin Brenneis, Kassenverwaltung Marita Galm, Beirat Pfarrer Werner Bier, Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann und Elfriede Hauk, Kassenprüfer Priska Schäfer und Karin Lindegger. Martha Link war auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl gestanden und wurde mit einem von Herzen kommenden „Vergelt’s Gott“ für ihre jahrelangen Dienste, den besten Wünschen für die Zukunft und einem Präsent durch den 1. Vorsitzenden Rainer Müller aus der Vorstandschaft verabschiedet bevor er die Sitzung schloss und zum gemütlichen Teil des Abends überleitete.

Im Nachtrag zu unserem Artikel über die Jahreshauptversammlung des Mudauer Krankenvereins – heute würde man vermutlich Krankenpflegeverein sagen – erläuterte uns Pfarrer Werner Bier noch einmal die Zweckbestimmung des Vereins, der leider bei den meisten Bürgern in Vergessenheit geraten ist. Demnach unterstützt der Krankenverein gem. seiner Satzung vom 14. Februar 1992 „die planmäßige Ausübung der sozial-caritativen Dienste in den Kirchengemeinden…Dieser Bruderdienst, der den Menschen in leiblicher, seelischer und sozialer Bedrängnis Hilfe bringen soll, wird durch die ideelle und finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinden für die Erbringung ihrer Mitgliedsbeiträge an die Sozialstation Buchen e.V. oder für andere sozial-caritative Aufgaben der Kirchengemeinde verwirklicht.“ Im Detail erläuterte Pfarrer Bier, dass in den letzten Jahren die Unterstützung der Sozialstation als einzige Zweckbestimmung des Krankenvereins eine Engführung war, und die anderen Bereiche der Bruderdienste in der Kirchengemeinden leider etwas aus dem Blickwinkel gefallen seien. So z. B. die Kindergärten, die Jugendarbeit, Familienseelsorge, Seniorenarbeit (und die ganze Palette der Arbeit der Caritas und der Diakonie). Er appellierte daran, dass es in Zukunft gelte, dieser umfassenden Zweckbestimmung wieder mehr gerecht zu werden. Dadurch komme man auch den Grundgedanken des ursprünglichen Schwesternvereins wieder näher. Die Ordensschwestern waren ja tätig in den Kindergärten, in der Krankenpflege und mit den Nähschulen in den Haushalten.
Darum sollten die Mitglieder des „Krankenvereins“ wissen, damit sie ihren Beitrag als Unterstützung der caritativen und sozialen Aufgaben ihrer Kirchengemeinden gerne auch weiterhin geben.

RSS-Feed

Beiträge April 2014