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Ausverkauftes Haus beim "Knopfecke-Theater" in Donebach

Donebach. (lm) „Opa es reicht!“ – Dieser Schwank in drei Akten im Donebacher Sportheim von Bernd Gombold war zweimal ausverkauft und entsprechend dem tosenden Beifall auch zweimal ein Supererfolg für die Theatergruppe „Knopfecke Donebach“. Obwohl die versierte Truppe noch nicht einmal drei Monate Zeit für die Proben hatte und dabei mit Dominik Allgaier und Robin Müller auch noch zwei Newcomer – wenn auch sehr talentierte – einlernte, brachten die begeisternden Laienspieler eine unglaubliche Leistung auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“. Sie schlüpften so perfekt in ihre Rollen, dass ihnen jeder für diesen Abend die eigentlich ungewohnten Charaktere abnahm. Hubert Sämann verwandelte sich auf der Bühne in einen überzeugenden Opa Karl, der es schlagfertig faustdick hinter den Ohren hatte und zu fast jedem Streich aufgelegt war. Sein Problem lag in der intoleranten nachbarschaftlichen „Verwandtschaft“, bestehend aus dem Sohn – der vom Äußeren glatt mit Siegfried Walz zu verwechseln war, der den ebenso gutmütigen wie einfachen, jedoch robusten und korrekten Bauern Paul spielte. Und der stand ganz unter dem Pantoffel seiner „altbackenen“ Magda, deren Geiz, Missgunst, Neugier und miesepetriges Benehmen Heike Friedel gekonnt in Szene setzte. Doch der gewitzte Opa hatte die tollsten Ideen, um seine Schwiegertochter auf die Palme zu bringen. Unter anderem gehörten seine neuesten Anschaffungen dazu, obwohl sich Opa Karl das Motorrad samt Beiwagen nur angeschafft hatte, um er mit seiner liebenswerten Ehefrau, der manchmal leicht verwirrten Oma Lena, an den Ort der einstigen Hochzeitreise fahren zu können. Die reizende Oma Lena wurde mit Annette Walz lebendig, und ganz anders als im wirklichen Leben brachte sie in dieser Rolle vieles durcheinander. Mit neuem Laptop und Handy hielt der Opa Verbindung zu Enkeltochter Sylvie, deren sympathisch-moderne Erscheinung 100prozentig Carolin Walz entsprach und die schon bald von einem Auslandsstudium in Italien zurück kommen sollte. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Oma Lena brachte mit ihrer Verwirrtheit den tollpatschigen Versicherungsvertreter Friedhelm, dem Schauspiel-Newcomer Robin Müller talentiert Leben einhauchte, an seine Grenzen und die Likörflasche. Dabei wollte der den Opa nur über die Auszahlung seiner Lebensversicherung informieren. Opa stellt einen Einbrecher, wurde dabei niedergeschlagen und der Einbrecher selbst landete nach einem Fluchtunfall mit Opas Motorrad im Krankenhaus. Sylvie kam schwanger aus Italien zurück und Opa Karl so richtig in Fahrt. Er stiftete Sylvies coolen Freund Thomas – ebenfalls ein talentierter Knopfecke-Newcomer – aus seinem Versteck heraus an, einen Mafia-Gesuchten Italiener zu spielen und dann brachte auch noch das vornehme Ehepaar Heinz und Lore Grabemann zusätzliche Verwirrung auf den Hof, weil es wegen eines Unfalls seine Urlaubsreise unterbrechen musste. Mit Günther Baumbusch und Nathalie Frank wurde hier die passenden Besetzungen gefunden, die so richtig die Städter „raushängen“ lassen konnten. Auf jeden Fall wurde das Chaos für die miesepetrige Magda so unübersichtlich, dass sie sich schließlich wünschte, der Opa wäre wieder da und alles wie früher. Kurz - eine echte Herausforderung für die Zwerchfellmuskulatur und Souffleuse Melanie Walz gab der Truppe „die Sicherheit für alle Fälle“. Unglaublich war aber auch die Leistung von Karl-Heinz Gräber zu nennen, der im Turbogang von zwei Tagen das komplette Bühnenbild mit großem Bauernhaus, Scheune und Landschaftshintergrund gezaubert hatte.

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Beiträge März 2014