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Aufwendige Glockenstuhlsanierungen in den Pfarrkirchen

Mudau. (lm) „Die traurige Nachricht ist, dass an diesem Weihnachtsfest die Glocken der Mudauer Pfarrkirche St. Pankratius schweigen werden“, so Pfarrer Werner Bier, der jedoch diese Aussage mit gleich fünf wirklich guten Nachrichten wieder wettmachen konnte. Als erstes freute er sich, dass die Glocken Ende Januar, spätestens jedoch Anfang Februar nach den derzeit laufenden, umfangreichen und sehr aufwändigen Bauarbeiten auf ganz sichere Weise wieder läuten werden. Architekt und Sicherheitsbeauftragter Wolfgang Niemesch beschrieb die Maßnahme folgendermaßen: Es wurden alle Vorbereitungen für den neuen Holzglockenstuhl aus Eiche getroffen. Außerdem erhalten alle vier Glocken, die derzeit hochgehängt sind, neue Holzjoche, Aufhängungen, Klöppel, Seilräder und eine elektronische Steuerung. Der „kriegsgeschädigte“ alte Glockenstuhl sei bereits verschrottet und die Balkenlage ausgebaut. Eine neue Decke wird eingezogen, und derzeit laufen die Maurerarbeiten für die Auflagepunkte des neuen Glockenstuhls. In zwei weiteren „guten Nachrichten“ bestätigte Wolfgang Niemesch, dass die Glocken in Steinbach und Donebach seit dieser Woche wieder die Christen erfreuen, und zwar in weitaus harmonischerem Klang als vor den mehrwöchigen Sanierungsmaßnahmen. In Steinbach fielen zwar auch noch umfangreiche Arbeiten im Außenbereich des Kirchengebäudes und einige kleinere Verschönerungen im Innenbereich an, doch das Hauptaugenmerk lag wie in Donebach auf dem kompletten Innenleben des Kirchenturms. Im Detail war nach Aussage von Niemesch in „St. Martin“ (Steinbach) der eiserne Glockenturm zerlegt, ausgebaut, sandstrahlentrostet und feuerverzinkt sowie teilweise mit neuen Teilen ergänzt worden. Die beiden alten eisernen Glocken aus dem Jahr 1922 erhielten neue Aufhängungen, Klöppelaufhängungen und Bronzepuffer für einen sanfteren Anschlag, was das Geläut harmonischer gestaltet. Die bronzene Glocke aus dem Jahr 1952 wurde an einem Joch aus Eichenholz aufgehängt, mit neuen Aufhängungen und einem handgeschmiedeten Klöppel versehen. Alle drei Glocken erhielten neue Seilräder, überarbeitete Motoren und Uhrschlaghammer sowie eine neue elektronische Steuerung. Außerdem wurde der komplette Treppenaufgang erneuert und sicher gestaltet und ein neuer, 50 Millimeter starker Boden in die Glockenstube eingebaut. In Donebach erhielten die drei Bronzeglocken, die in einem Glockenstuhl aus Holz nebeneinander angeordnet sind eine komplett neue Aufhängung, neue Klöppel, Seilräder und Holzjoche. Die vorhandene elektronische Steuerung wurde überarbeitet.