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Norbert Ziegeler spendet wertvolle Rettungsmittel

  • Übergabe Schleifkorbtrage und Rettungsrucksack
  • Jugendfeuerwehr bei der praktischen Übung
Schloßau. (lm) „Retten, bergen, löschen“ haben sich die Feuerwehren auf ihre Fahnen geschrieben, und vor allem für die ersten beiden Punkte haben sie in ehemaligen Schloßauer Norbert Ziegeler einen wertvollen und kompetenten Unterstützer gefunden. Norbert Ziegeler ist inzwischen in Norwegen beheimatet und in der ganzen Welt in Sachen Patientenrückholung unterwegs, doch von Zeit zu Zeit taucht er in Schloßau mit einer überaus nützlichen Überraschung auf. Dieses Mal überreichte er der Abteilungswehr Schloßau nicht nur eine Schleifkorbtrage und einen Rettungsrucksack mit Sauerstoffflasche, sondern bot auch noch ein überaus lehrreiches Seminar mit Praxisteil für die Jugendfeuerwehren aus Scheidental, Schloßau und Reisenbach sowie für die Aktiven Wehrleute aus Schloßau, Mörschenhardt, Langenelz, Reisenbach, Scheidental und Steinbach. Dabei erläuterte Norbert Ziegeler nicht nur die Handhabung der Schleifkorbtrage, die sich als ideal für die Patientengerechte Rettung in fast allen geografischen Lagen bewährt hat, sondern ging auf die spezielle Lagerung verletzter Personen ein und machte die große Rolle des Zeitfaktors deutlich. „Retten, bergen, schützen und versorgen“ war Thema des Abends, weil es nie genügend Ersthelfer geben kann und die Feuerwehren meist zuerst an den Unglückorten präsent sind. „Jeder Bürger hat selbst Möglichkeiten, sich einen gewissen Ersthelferkenntnisstand anzueignen, um einige Maßnahmen selbst durchführen zu können“, betonte Norbert Ziegeler. So stellte er auch den Prototyp eines „Rettungsbretts“ vor, das in Zusammenarbeit mit der Schloßauer Wehr erstellt worden war, und als Einheit zum Verkauf angeboten werden sollte. Eine solche Zusammenstellung von ABC-Feuerlöscher, Löschdecke, Taschenlampe, Verbandskasten und Beschreibungen, was im Notfall zu beachten wäre, könnte in jedem Haushalt als zentrale Anlaufstelle dienen und so unnötiges Suchen und schnellen Einsatz bzw. Hilfe gewährleisten. In einem weiteren Punkt des Seminars lernten die Floriansjünger viele einfache Tricks, wie man mit einfachen Hilfsmitteln Wunden verbindet, mit Brandwunden umgeht oder Bandagen anlegt. Beim Erläutern des Rettungsrucksacks stellte Ziegeler nochmals den Stellenwert der Erstversorgung heraus und gerade bei den Feuerwehren kann es auch zu Arbeitsunfällen kommen und es ist wichtig verletzte Kameraden richtig und schnell versorgen zu können. Der Rucksack enthält der neben notwendigem Verbandsmaterial und Decken eine Sauerstoffflasche mit vielen dazugehörigen Utensilien. Speziell bei bewusstlosen Personen oder bei Rauchvergiftungen könne die Atemunterstützung mit dem im Rucksack befindlichen Sauerstoff ein hilfreiches und wichtiges Mittel darstellen. So wurde die Wiederbelebung mit dem Beatmungsbeutel, dem Sauerstoff und die richtige Durchführung der Herzdruckmassage sowie der Einsatz des Defibrillators gezeigt, von dem die Reisenbacher Wehrleute waren so begeistert waren, dass sie spontan den Kauf aus eigenen Mitteln bzw. Spenden beschlossen. Der praktische Rettungsteil mit der Schleifkorbtrage war hauptsächlich für die Jugendwehren gedacht, die am Schloßauer „Schulbuckel“ mit Feuereifer dabei waren. Zum Abschluss der tollen Veranstaltung dankten Ortsvorsteher Herbert Münkel und Schloßaus Abteilungskommandant Hilmar Schüßler dem freiwilligen und ehrenamtlichen Referenten und Spender des Abends: „Wir sind dankbar und stolz, diese wichtigen Geräte in unserem Bestand zu haben, die unser Leistungsspektrum erheblich erweitern. Wir sind aber auch gerne bereit, sie mit anderen Wehren zu teilen, denn unsere Hilfe sollte Orts- und Regionsübergreifend sein“.